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16.03.2001 - 

Geschäftsmodelle für den E-Commerce/Kommentar

Echter Mehrwert ist gefragt

Sabine PrehlRedakteurin CW

Online-Vertriebsmodelle ermöglichen es, neue Wertschöpfungsketten zu schaffen, Kosten einzusparen und vor allem: mehr auf die Konsumenten einzugehen. Doch vielen Internet-Firmen gelingt es nicht, mit ihren Angeboten auch Geld zu verdienen. Die Ursachen liegen in nicht fundierten Business-Plänen, zu geringem Markt-Know-how oder schlicht darin, dass sich Geschäftsmodelle im Nachhinein als wenig verbraucherfreundlich entpuppen.

Zudem ist die Finanzierung durch Werbeeinnahmen nicht so lukrativ wie ursprünglich angenommen. Die Portalstrategie, Zugang zu schaffen zu allem, was das Web zu bieten hat - E-Commerce, Content, Werbung und Spaß - hat sich überholt. Die Inhalte sind mehr oder weniger austauschbar, bei der Werbevermarktung sind Streuverluste programmiert. Auch im B-to-B-Bereich hat sich gezeigt, dass ein überstürzter Einstieg ins E-Business fatale Folgen haben kann. Zahlreiche Marktplätze mussten bereits ihre Pforten schließen, weil sie nicht finanzierbar waren. Und für die einst gefeierten Startups ist es schwer geworden, Investoren zu finden. Inzwischen hängt die Messlatte im E-Business genauso hoch wie in der Old Economy: Gefordert werden hieb- und stichfeste Geschäftsmodelle mit Aussicht auf Gewinn.

Dennoch: Das Internet wächst rasant. Strategien, die nicht aufs schnelle Geld abzielen, sondern echten Mehrwert bieten, haben nach wie vor Zukunft. Chancen versprechen E-Commerce-Angebote, die nicht die breite Masse, sondern spezielle Zielgruppen locken und so auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Auch Serviceanbieter erkennen, wie wichtig exklusive Inhalte für die Kundenbindung sind - und dass sie dafür selbst im Web Geld verlangen können. Ebenfalls im Trend liegen Händler, die Online- und Offline-Aktivitäten kombinieren und auf diese Weise mehr Service bieten. Ihr Erfolg gründet nicht zuletzt darauf, dass sie sich mit dem Einstieg ins Netz etwas mehr Zeit gelassen haben.