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23.12.1988 - 

Internationale EDI-Vereinigung als Informationsforum:

Edicusa-Gründung setzt neuen Meilenstein

WASHINGTON (IDG) - Ein EDI-Meilenstein wurde auf der jüngst stattgefundenen TDCC/EDIA - Jahreskonferenz (TDCC/EDIA: Data Coordinating Committee/Electronic Data Interchange Association's) mit der Gründung der Edicusa-Benutzergruppe gesetzt. Das neue Gremium soll in erster Linie als Informationsforum für das Thema Edifact dienen.

"Wir wollen Informationen über unsere EDI-Implementationen austauschen und über Edifact diskutieren", faßte Marshall Spence, Vorsitzender des EDI-Council von Kanada die Zielsetzungen von Edicusa zusammen. Und der Chairman des Gremiums, Vincent Calandra von der Union Carbide Corporation erklärte: "Bisher gab es noch keine EDI-Gruppe, die ein derartig weites Spektrum von Industrien in den USA abdeckt." Die Anwender dieser vielversprechenden "Cross-Industry-Gruppe " stammen unter anderem aus Australien, Kanada, Japan und Neuseeland.

Ein erstes Treffen soll im August 1989 in Vancouver stattfinden. Im Vorgriff darauf hat die Edicusa-Mannschaft 300 TDCC/EDIA-Mitglieder nach den aus ihrer Sicht wichtigsten Benutzeranliegen befragt. In den meisten der recht vagen 65 Antworten kristallisierte sich heraus, daß neben nicht näher beschriebenen Standards das wachsende Bedürfnis nach EDI-Training und internationalem Datenaustausch die Hauptanliegen sind. Daher sollen drei Arbeitsgruppen gebildet werden; ein zusätzlicher Kreis wird sich mit der Thematik "Anbieterbeziehungen" befassen.

Streit entbrannte auf der TDCC/ EDIA-Veranstaltung darüber, welche Einschränkungen es bei einer Edicusa-Mitgliedschaft geben solle. Nach Auffassung von Geoff Cooper, er ist bei der Bethlehem Steel Corporation für die Transportdienste zuständig, sollte man zwischen EDIA-Zugehörigen und anderen Mitgliedern unterscheiden. Sein Vorschlag fand ein überwiegend positives Echo. Unklarheit besteht aber noch darüber, inwieweit Unternehmen mit von der Partie sein sollen, die selber EDI-Netzwerkdienste und entsprechende Software anbieten.

Auf der TDCC/EDIA-Tagung, die mehr als 2300 Menschen besuchten (ungefähr 75 Prozent User) ging es unter anderem auch um die Marketing-Ambitionen einzelner Hersteller bei Edifact. So will DEC beispielsweise EDI-Produkte in seine Produktpalette aufnehmen, die die Standards ANSI X.12 und X.400 unterstützen. Außerdem ließ Digital Equipment bei dieser Gelegenheit verlauten, daß die Firma eng mit VAN-Anbietern zusammenarbeiten will, um deren Kompatibilität mit den eigenen EDI-Produkten zu gewährleisten.