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04.11.1983 - 

CAP-Gemini will zehn Prozent vom Kuchen

Editel macht IBM-PC zur Btx-Editierstation

MÜNCHEN (bi) - Btx-Softwareprodukte für Rechnerverbund, Mikros, speziell den IBM-PC, und IBM-Großrechner sowie "Conversion"-Dienstleistungen präsentierte die CAP Gemini Deutschland auf der Systems. CAP Gemini Sogeti, Paris, will in Deutschland unter anderem mit diesen Produkten je zehn Prozent Marktanteil erobern. Das stark wachsende Unternehmen beschäftigt derzeit 4000 Mitarbeiter, 50 davon in der Bundesrepublik. 1982 habe sich der Jahresumsatz weltweit auf 380 Millionen Mark belaufen.

Die Geschäftsstelle München wird das sogenannte europäische "Conversion Center" (ECC) beheimaten. Es steht unter der Leitung von Klaus Fekete, der bereits seit drei Jahren für die entsprechenden Aktivitäten der Gesellschaft in München zuständig ist. Kräftige Know-how-Zufuhr hatten die Europäer schon 1981 bekommen durch die Übernahme der US-Softwaregesellschaft DASD, MilIwaukee, die als Spezialunternehmen für Umstellungen gilt. Die deutsche Crew habe inzwischen an 20 Projekten weiteres Eigen-Know-how gewonnen. Die Konvertierungshilfen sind im einzelnen: Sprachumsetzer, Dateikonverter, Job-Control-Generatoren, Testhilfen und Analyseprogramme. 1984 wollen die Münchener sechs bis sieben Millionen Mark Umsatz machen.

Die Btx-Aktivitäten des Unternehmens werden von Düsseldorf aus gesteuert. Dort werden, wie Geschäftsstellenleiter Werrier Bongartz versichert, bereits jetzt schwarze Zahlen geschrieben. Auch in diesem Bereich kann die CAP-Mannschaft auf reiches Know-how zurückgreifen: Erstens ist CAP Gemini Sogeti Generalunternehmer für das große französische Btx-Projekt des "elektronischen Telefonbuches", zweitens haben die Franzosen eigenen Aussagen zufolge auch kommerzielle Software für Großrechneranwendungen für IBM mitgestrickt. Paradepferd soll nun das Btx-Softwarepaket "Editel" für Mikros werden. Eine erste Version speziell für den IBM-PC umfaßt die Anwendungen: Offline-Editierstation, Kommunikation mit anderen Rechnern und eine Btx-Inhouse-Datenbank.

Die Software setzt auf dem Prestel-beziehungsweise dem CEPT-Standard für den englischen respektive den deutschen Markt auf.

Das Release 1 der CEPT-Version Offline-Editierstation mit einfachen Kommunikationsmöglichkeiten wird im November 1983 für den IBM Personal Computer ausgeliefert. Editel macht den IBM-PC zu einer intelligenten Btx-Editierstation, wobei im Gegensatz zu den unintelligenten Editiergeräten ein höherer Funktionsumfang und eine komfortablere Benutzerführung geboten wird. Der Preis für eine Einmal-Lizenz beträgt 5400 Mark.

Das Btx-Transformationsprogramm für IBM-Großrechner konvertiert IMS- oder CICS-Transaktionen in Btx-Transaktionen, das heißt, das Btx-System kann in der normalen IBM-Großrechnerumgebung entwickelt werden. Das Btx-Terminal wird als ein 3270-Terminal betrachtet, so daß bestehende Anwendungen und Datenbanken für Btx-Terminals benutzbar sind.

Der Btx-Monitor für den externen Rechner besteht aus Standardprogrammen, die folgende Funktionen erfüllen:

- Verwaltung der Btx-Datenbank:

* Editieren der DB-Struktur,

* Änderungsdienst für Btx-Seiten,

* Maskenverarbeitung;

- Zugriffskontrolle und Statistik;

- Aufruf von benutzerspezifischen Anwendungen;

- Vergabe von symbolischen Namen für Btx-Seiten.

Die Btx-Software für den externen Rechner sei bereits vielfach für Antiope- und Prestel-Standard und in verschiedener Netzwerkumgebung installiert. Der Einsatz dieser Softwareprodukte für den neuen Btx-Dienst der Bundespost ist geplant und abhängig von der Inbetriebnahme der neuen IBM-Systemtechnik, die in Vorbereitung ist.