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Imaging-Umsätze sollen sinken


02.01.1998 - 

EDM-Studie: Kompatible Lösungen erwartet

Die britischen Marktforscher befragten über 500 europäische Anwenderunternehmen. Jeweils zwischen 160 und 180 Firmen gaben an, Erfahrungen in den Bereichen Imaging, Document-Repository und Information-Retrieval gesammelt zu haben. Etwa die gleiche Anzahl der Umfrageteilnehmer plant den Einsatz dieser Techniken. Deutlich geringer fallen die angegebenen Installationen von Workflow und Computer Output to Laser Disc (Cold) aus. Hier arbeiten jeweils zwischen 80 und 100 Unternehmen schon mit entsprechenden Produkten. Allerdings zeichnet sich ein Trend zum Workflow ab - immerhin ziehen weitere 140 Betriebe eine Workflow-Implementierung in Betracht.

Unzureichende Informationen über den EDM-Markt stellen nach Ansicht des IMC in Europa weiterhin die größte Hürde für Wachstum und Entwicklung dieses Applikationssegments dar. Besonders fortschrittlich zeigt sich lediglich der Finanzdienstleistungssektor einschließlich Versicherungen, der 1996 einen Anteil von 36 Prozent an den europäischen EDM-Verkäufen hatte. Mit deutlichem Abstand folgten die öffentliche Verwaltung einschließlich Gesundheitswesen (21 Prozent) und die Industrie (zwölf Prozent). Eher unbedeutend als Nachfrager zeigten sich der Telekommunikationssektor (neun Prozent) sowie die Handels- und Transportunternehmen (jeweils sechs Prozent).

Die EDM-Ausgaben betrugen im genannten Zeitraum insgesamt 6,84 Milliarden Mark, davon entfielen 53 Prozent auf Dienstleistungen. Den meisten Umsatz bei den Produkten brachte im vergangenen Jahr noch das Imaging (knapp 60 Prozent), auf Workflow- und Cold-Systeme kamen nur jeweils 13 Prozent. Dies soll sich der Expertenmeinung zufolge jedoch in diesem Jahr ändern. Heuer werden die Bereiche Information Retrieval (67 Prozent Plus gegenüber 1996) und Dokumenten-Management-Systeme (53 Prozent) vorne liegen.

Fünf entscheidende Ziele verknüpfen Anwender mit dem EDM-Einsatz: Allen voran steht die Verbesserung des Kundenservice (70 Prozent). Im Visier sind auch Kosteneinsparungen, Erfüllung von Standards, kürzere Lieferzeiten und erhöhte Umsätze. Am besten sind die Erwartungen bezüglich des Kundenservice erfüllt worden, während niedrigere Kosten oder gar durch EDM-Unterstützung gestiegene Umsätze in weit weniger Fällen belegt wurden.

Als häufigstes Hindernis für die Einführung von EDM-Systemen gaben immerhin 45 Prozent der befragten Unternehmen an, daß die von ihnen benötigten Lösungen zu teuer sind. Kritisiert wurde auch die Inkompatibilität der unterschiedlichen Produktangebote. Andere Probleme tauchen dann auf, wenn sich die bestehende DV-Infrastruktur nicht für den EDM-Einsatz eignet, die Unterstützung durch das Topmanagement fehlt oder die Endanwender den Nutzen einer derartigen Lösung nicht nachvollziehen können. Von den Herstellern fordern die Anwender, daß EDM-Systeme nicht nur die effizientere Vorgangsabwicklung unterstützen müssen, sondern auch ein meßbarer geschäftlicher Nutzen damit verbunden sein sollte. Es werden integrierte, kundenorientierte Lösungen oder Suites verlangt.

Die Verantwortung für den Betrieb eines EDM-Systems liegt weiterhin bei der IT-Abteilung (über 60 Prozent) und dürfte sich auch in den kommenden Jahren nicht verlagern. Bei knapp 40 Prozent der Befragten betreuen die Fachabteilungen beziehungsweise der Benutzerservice die Installation, während das Outsourcing in deutlich unter zehn Prozent der Fälle gewählt wurde.

Empfehlungen für die Hersteller hält die Studie auch bereit. So sollten sich die europäischen EDM-Anbieter, um wettbewerbsfähig bleiben zu können, bereits jetzt zu großen Gruppierungen formieren. Jeder Produktlieferant, der 1996 nicht mehr als 50 neue Kunden gewonnen hat, sollte die Software-Entwicklung einstellen und statt dessen Dienstleistungen anbieten.