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14.02.2003 - 

Gewinnprognose deutlich reduziert

EDS gibt für 2003 keine Entwarnung

MÜNCHEN (CW) - Electronic Data Systems (EDS) hat für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2002 durchwachsene Ergebnisse vorgelegt. Gleichzeitig stellte der texanische IT-Dienstleister für das laufende Jahr niedrigere Gewinne in Aussicht.

Chief Executive Officer (CEO) Dick Brown redete bei der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen seiner Company nicht um den heißen Brei herum. Man habe sich zwar achtbar aus der Affäre gezogen, doch das Umfeld für IT-Dienstleister bleibe "schwierig", erklärte der EDS-Chef. Mit einem Umsatzrückgang von 5,8 auf 5,5 Milliarden Dollar ging das vierte Quartal 2002 im Vorjahresvergleich halbwegs glimpflich aus. Der um Sonderaufwendungen und Restrukturierungskosten bereinigte Nettogewinn lag mit 246 Millionen Dollar zwar deutlich unter dem des Vorjahrs (427 Millionen Dollar), aber immerhin leicht über den Prognosen der Analysten. Ähnlich durchwachsen sind die Kennziffern für das gesamte Geschäftsjahr 2002, in dem EDS zwar gegenüber 2001 einen leicht von 21,1 auf 21,5 Milliarden Dollar gestiegenen Umsatz verbuchte, gleichzeitig jedoch Einbußen beim Nettoprofit von 1,36 auf 1,12 Milliarden Dollar hinnehmen musste. Regionale Ergebnisse, etwa die der deutschen EDS-Tochter, weist der Konzern nicht aus.

Für das neue Fiskaljahr zeigte sich Brown eher skeptisch. Es sei davon auszugehen, dass die IT-Ausgaben nur "einstellig wachsen. Wir haben deshalb eine sehr vorsichtige Prognose für 2003", so der EDS-Frontmann weiter. In konkreten Zahlen ausgedrückt, liest sich die aktuelle Vorhersage wie folgt: Für das laufende erste Quartal senkten die Texaner ihre Gewinnerwartung auf 30 bis 35 Cent je Aktie, was deutlich unter den bisherigen Schätzungen der Wallstreet von 43 Cent je Anteilschein liegt. Bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr 2003 soll der Profit pro Aktie zwischen 1,80 und zwei Dollar liegen, die von Thomson First Call befragten Analysten gingen bis dato von mindestens 2,04 Dollar Gewinn aus. Diese Prognose sei aufgrund der allgemeinen Marktschwäche "konservativ" ausgelegt, berücksichtige aber nicht die in jüngster Zeit deutlich gestiegenen "geopolitischen Risiken".

Die meisten Analysten quittierten die EDS-Zahlen und den ernüchternden Ausblick zurückhaltend. An der Wallstreet verlor die in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres stark gefallene Aktie nur noch leicht. EDS habe neben der allgemeinen IT-Branchenflaute, unter der auch große Wettbewerber wie IBM Global Services leiden, mit hausgemachten Problemen zu kämpfen, lautete der Tenor. Auch den im vierten Quartal wieder auf 8,1 Milliarden Dollar gestiegenen Auftragsbestand könne man nicht als Wende zum Besseren werten. Im Schlussquartal 2001 hatten die Texaner noch auf Aufträge von über zehn Milliarden Dollar bauen können. (gh)