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13.08.2004 - 

Aktie der Woche

EDS kämpft nach wie vor mit Outsourcing-Altlasten

Die Aktionäre des hinter IBM zweitgrößten IT-Dienstleisters Electronic Data Systems (EDS) hatten in den zurückliegenden Jahren nichts zu lachen. Der Kurs des Papiers notiert auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn der 90er Jahre. Gründe für diese ernüchternde Entwicklung und vor allem den Kursrutsch im vergangenen Jahr waren Bilanzunregelmäßigkeiten und Probleme mit großen Outsourcing-Verträgen. Zwar gelang es dem neuen Vorstand, die Bilanz inzwischen weitgehend zu sanieren, aber noch immer belasten schlecht ausgehandelte und kalkulierte Großprojekte wie etwa mit der US-Navy die Ergebnisse. Allein 2004 wird aus diesem Vertrag, der ursprünglich ein Volumen von sechs Milliarden Dollar hatte, ein negativer Cashflow in Höhe von 450 Millionen Dollar resultieren. Trotz dieser Schwierigkeiten läuft das Kerngeschäft in weiten Teilen bereits wieder recht ordentlich. So plant EDS für dieses Jahr bei einem Umsatz zwischen 20 und 21 Milliarden Dollar mit einem Free Cashflow von 200 bis 300 Millionen Dollar. Ohne die Navy-Belastung ergibt sich daraus ein Netto-Mittelzufluss von 650 bis 750 Millionen Dollar, der zum Schuldenabbau und für (reduzierte) Dividendenzahlungen genutzt werden soll. Für die Aktionäre spannender dürfte indes die Entwicklung im kommenden Jahr sein. Laut Analysten soll das Ergebnis je Aktie bei etwa gleichen Umsätzen von 20 auf 71 Cent steigen. Dies will man durch die Eliminierung von Belastungen aus alten Outsourcing-Verträgen sowie weiteren Kosteneinsparungen von einer Milliarde Dollar erreichen. Unterstützt wird diese "Perspektive" derzeit jedenfalls von einem guten Auftragseingang. Allerdings wurde mit den Zahlen zum zweiten Quartal auch die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr 2004 leicht reduziert. Zudem ging mit Dow Chemical ein wichtiger Kunde an IBM verloren. Insgesamt erscheint EDS als eine interessante Restrukturierungsstory. Das Unternehmen und damit die Aktie bietet dank der guten Wachstumsperspektiven im IT-Outsourcing mit einer momentanen Bewertung von 40 Prozent des Umsatzes durchaus Perspektiven - eine Prognose, die aber auch Risiken beinhaltet. (gh)

Stephan Hornung und Christian Struck*

*Die Autoren sind Analysten der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.