Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.07.2003 - 

Neues Kerngeschäft Outsourcing

EDS muss weitere Mitarbeiter entlassen

MÜNCHEN (CW) - Der angeschlagene IT-Dienstleister EDS setzt den Hebel bei der Belegschaft an, um die Kosten zu drücken: Rund zwei Prozent der Mitarbeiter werden vor die Tür gesetzt. Im Gegenzug stärkt das Unternehmen den Outsourcing-Standort Indien.

Mit der Entlassung von weiteren 2700 Mitarbeitern dreht EDS wieder einmal an der Kostenschraube. Die meisten Stellen werden in Europa sowie den USA wegfallen, berichtete der IT-Konzern, ohne Details anzuführen. Auch ein Sprecher der deutschen Niederlassung konnte keine konkreten Zahlen nennen. Derweil ist EDS immer noch damit beschäftigt, die im Oktober 2002 angekündigte Entlassung von 5000 Beschäftigten abzuschließen. Ende März hatte das Unternehmen 138000 Angestellte, genau so viel wie im Oktober 2002. Dies erklärt sich dadurch, dass parallel zu den Entlassungen neues und günstigeres Personal eingestellt wurde.

Laut dem seit März amtierenden CEO Michael Jordan konzentriert sich EDS künftig auf Outsourcing, weshalb nachhaltig an der Konzernstruktur gefeilt werden müsse: "Es wird eine mehrjährige Aufgabe sein, die Firma wieder in eine Führungsposition zu bringen", sagte er. Als zentrale Ziele will Jordan das Outsourcing-Geschäft ausbauen, neue Wachstumsfelder aufspüren und nicht zuletzt die Liquidität der Company sicherstellen.

Die Restrukturierungskosten für die Entlassungen belaufen sich in diesem Jahr auf 425 bis 475 Millionen Dollar oder mehr als 160000 Dollar pro betroffenem Mitarbeiter. An den Prognosen für das bis Ende Juni laufende zweite Fiskalquartal hielt EDS fest. Demnach sollen ähnlich wie im Vorjahreszeitraum zwischen 5,4 und 5,6 Milliarden Dollar eingenommen werden, vor Sondereffekten ist ein Gewinn von 33 bis 38 Cent je Aktie angepeilt. Vor einem Jahr erzielte der Konzern einen Gewinn von 64 Cent pro Anteilschein.

Derweil versucht EDS, seine Kosten durch ein stärkeres Engagement in IT-Niedriglohnländern zu reduzieren. Vergangene Woche eröffnete das Unternehmen eine Niederlassung im indischen Mumbai mit 500 Arbeitsplätzen, wo künftig Dienstleistungen wie etwa das mit starken Hoffnungen verknüpfte Business Process Outsourcing (BPO) erbracht werden. Das Unternehmen hat angekündigt, die Zahl seiner indischen Mitarbeiter innerhalb des Jahres von 1200 auf rund 2500 zu verdoppeln. Laut EDS-Chef Jordan sollen generell mehr Angestellte aus Ländern wie Ägypten, Kanada, Irland oder Polen verpflichtet werden. Die indischen Aktivitäten laufen bei EDS unter dem Namen "Best Shore". (ajf)