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09.02.2007

EDS schaltet auf Wachstum um

Der IT-Dienstleister aus Texas gilt als saniert.

Von Krise ist bei EDS keine Spur mehr zu finden: Anlässlich der Präsentation der jüngsten Quartalszahlen sagte CEO Michael Jordan, das Unternehmen sei für einen "aggressiven Wachstumskurs" gerüstet. Jordans Optimismus kommt nicht von ungefähr, denn EDS hatte zuvor gute Zahlen präsentiert und für das laufende Jahr höhere Prognosen als die Wallstreet abgegeben.

Seit dem Amtsantritt von Jordan im März 2003 hat die EDS-Aktie knapp 80 Prozent an Wert gewonnen. Damals war der Manager mit Skepsis empfangen worden, und das marode Unternehmen galt als sturmreifer Übernahmekandidat für Konkurrenten wie etwa Hewlett-Packard (HP). Inzwischen ist EDS wieder selbst als Aufkäufer unterwegs, wobei auch Akquisitionen mit einem Volumen von über einer Milliarde Dollar vom Management nicht ausgeschlossen wurden.

Im Abschlussquartal 2006 verdoppelte das Unternehmen seinen Profit auf 217 Millionen Dollar. Ohne Einmalkosten kletterte der Gewinn auf 47 Cent je Aktie, die Wallstreet hatte 36 Cent Profit erwartet. Die Einnahmen stiegen um elf Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Auch damit konnte EDS die Vorgaben der Analysten übertreffen. Das Volumen der Vertragsabschlüsse stieg im vierten Quartal von 5,3 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 7,6 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr setzte der Konzern 21,3 Milliarden Dollar um und erwirtschaftete ein Plus von 470 Millionen Dollar. Im Krisenjahr 2003 hatte EDS einen Verlust von 1,7 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Jordan erreichte die Sanierung auf dem üblichen Weg: mit Teilverkäufen und Stellenstreichungen. Während die Belegschaft in den Kundenmärkten abgebaut wurde, stieg die Zahl der Beschäftigten in Niedriglohnländern deutlich an. Von insgesamt knapp 120000 Mitarbeitern hat EDS inzwischen 32000 Angestellte in Offshoring-Regionen. Die Summe ist durch die Übernahme des indischen Outsourcers Mphasis im vergangenen Jahr rasant gewachsen. Etwa 3300 Menschen arbeiten derzeit in Deutschland für die Texaner.

Im vergangenen Jahr konnte EDS eine Reihe von Großaufträgen abschließen - und musste einen herben Rückschlag einstecken: Der amerikanische Carrier Verizon kündigte nach der Übernahme von MCI Worldcom einen Zehnjahresvertrag im Volumen von 12,4 Milliarden Dollar ein Jahr vor dessen Ende. (ajf) u