Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.09.1998 - 

400 Führungskräfte befragt

EDS-Studie: Europas Manager nehmen Info-Society ernst

04.09.1998

Das neue Millennium läßt grüßen: Nach Einschätzung der rund 400 vom Institut Research International im Rahmen der sogenannten "European Directors Survey 1998" befragten Manager führender Konzerne aus acht europäischen Ländern sind vor allem veränderte Unternehmenskulturen und Führungsstile das Rezept für einen erfolgreichen Start in das neue Jahrtausend. Dabei soll insbesondere der einzelne Mitarbeiter in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Die Konsequenz: 84 Prozent der Führungskräfte gaben an, künftig verstärkt auf die Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaft achten zu wollen. 76 Prozent investieren deshalb schon jetzt verstärkt in Mitarbeiterschulungen. Für ebenfalls 84 Prozent der befragten Manager spielt zudem das Feedback der Kunden eine maßgebliche Rolle; bereits die Hälfte von ihnen belohnt die eigenen Mitarbeiter für einen guten Kundenservice.

Aber wie läßt sich der Kundenservice messen und beurteilen? Und wie gelingt es, eine veränderte Unternehmenskultur zu "leben"? Neben den genannten "weichen" Faktoren stellt die Studie deshalb fest: Auch der kreative Einsatz neuer Informationstechniken ist für die Unternehmenslenker als Erfolgsfaktor auf dem Weg zur (globalen) Marktführerschaft unabdingbar. Untermauern läßt sich diese Aussage zumindest anhand einiger konkret abgefragter Parameter in Sachen IT-Strategie. Demnach gaben 69 Prozent der Manager zu Protokoll, daß für sie die IT längst aus dem Schattendasein eines bloßen Instruments zur Automatisierung und Rationalisierung von Geschäftsabläufen getreten ist. Zweck moderner Kommunikationsmittel sei es vielmehr, die Ressourcen der eigenen Company zu bündeln und das entsprechende Know-how intern zur Verbesserung der eigenen Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise extern in Form von mehr Kundenorientierung zu nutzen.

65 Prozent der Unternehmen setzen in diesem Zusammenhang bereits auf Intranets (siehe Abbildung Seite 51); 51 Prozent davon gaben an, auch Kunden und Lieferanten an ihre interne Web-basierte Kommunikationsplattform anzubinden. Immerhin 49 Prozent aller an der EDS-Studie teilnehmenden Führungskräfte setzen in puncto Schnittstelle zum Markt und zu den Geschäftspartnern entweder auf Extranets oder den seit geraumer Zeit etablierten Electronic Data Interchange (EDI). Und rund die Hälfte der Firmen hat zur Bearbeitung von Kundenanfragen zumindest ein zentrales Call-Center eingerichtet.

Für alle euphorischen Zeitgenossen, die dem vielzitierten Electronic Commerce das Wort reden, hat die Untersuchung jedoch einen Wermutstropfen parat: Ganze 29 Prozent der europäischen Großkonzerne bieten ihrer Kundschaft derzeit die Möglichkeit des Online-Shoppings.

Aber nicht nur die gute Beziehung zu ihren Kunden ist den Managern in Europa wichtig. Auch die Geschäftspartner werden in zunehmendem Maße in die eigene Organisation integriert, heißt es in der Studie. Für 77 Prozent der befragten Führungskräfte ist demnach eine verbesserte Beziehung zu ihren Zulieferern entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit. Der Aufbau langfristiger Verbindungen zu den Geschäftspartnern hat für mehr als zwei Drittel einen hohen Stellenwert.

In diesem Zusammenhang kommt der Untersuchung zufolge dem Outsourcing eine große Bedeutung zu - wie könnte es anders sein in einer von EDS in Auftrag gegebenen Studie. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Firmen lagern demnach Geschäftsprozesse aus, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Interessanter Aspekt hierbei: Während sich die Manager in der Beantwortung aller übrigen Fragen nahezu einig waren, sind sie bezüglich der Auslagerung von Geschäftprozessen und -bereichen geteilter Meinung. Während 70 Prozent der Briten, Schweizer und Deutschen Outsourcing als strategisches Instrument einstuften, gaben weniger als 45 Prozent der Führungskräfte aus den Benelux-Staaten, Italien, Spanien und Frankreich an, mit solchen Projekten Erfahrung zu haben.

Abb.1: IT-Einsatzszentralen

Prioritäten I: Kundenorientierung ist auch beim Einsatz neuer IT das Maß aller Dinge. Quelle: EDS

Abb.2: Mehr Kundennähe mit IT

Prioritäten II: 90 Prozent aller deutschen Manager wollen ihr Unternehmen mit moderner IT kundenfreundlicher gestalten. Quelle: EDS