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09.05.2005

EDS verlässt die Talsohle

Das erste Quartal 2005 verlief trotz schrumpfender Umsätze gut.

Die Aufräumarbeiten von Michael Jordan, seit März 2003 amtierender CEO bei EDS, scheinen nun endlich zu fruchten. Die jüngste Quartalsbilanz des Unternehmens fiel besser als von den Finanzanalysten erwartet aus. Für die Monate Januar, Februar und März 2005 meldete der in Plano, Texas, ansässige Outsourcing-Spezialist einen Nettoprofit von vier Millionen Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Fehlbetrag von zwölf Millionen Dollar angefallen war. Sondereffekte ausgeklammert, drehte das Pro-forma-Ergebnis im Jahresvergleich von minus sechs auf plus sieben Cent je Aktie.

Navy-Deal im Griff

Die Umsätze gingen im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 4,94 Milliarden Dollar zurück. Schuld daran war zum einen die Kündigung eines Servicevertrags durch die britische Gesundheitsbehörde National Health Service (NHS). Zudem schrumpften die Einnahmen mit General Motors, dem größten zivilen Kunden von EDS, um acht Prozent auf 465 Millionen Dollar. Immerhin fiel der Einnahmenschwund nicht so deutlich wie von den Analysten befürchtet aus. Sie hatten im Schnitt einem Umsatzrückgang auf 4,92 Milliarden Euro prognostiziert. Nach gut drei Jahren mit rückläufigen Einnahmen zeigten sich die Texaner wieder optimistisch.

Die Zuversicht geht nicht zuletzt darauf zurück, dass EDS den Deal mit der US-amerikanischen Navy anscheinend nun endlich in den Griff bekommt. Nach fast fünf Jahren Betrieb erwartet EDS noch in diesem Jahr den Breakeven. Der mit insgesamt 8,8 Milliarden Dollar dotierte Vertrag über die Erneuerung und den Betrieb der IT-Installation der Navy hat dem IT-Dienstleister bislang Verluste von etwa zwei Milliarden Dollar beschert.

Trotz schlechter Erfahrungen hat EDS einen weiteren Outsourcing-Vertrag im Militärbereich unterschrieben. Dank eines großen Deals mit dem britischen Verteidigungsministerium über 3,85 Milliarden Dollar hat sich auch der Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr um 87 Pro-zent auf 7,1 Milliarden Dollar verbessert.

Abschied von A.T.Kearney

Das Reinemachen bei EDS umfasst möglicherweise auch die Management-Consultants bei A.T. Kearney. Nachdem sich die erhofften Synergieeffekte zwischen Beratung und Betrieb auch nach zehn Jahren unter einem Dach nicht eingestellt haben, wird eine Trennung immer wahrscheinlicher. Bereits im Februar signalisierte Jordan den Strategieberatern Zustimmung zu einem Management-Buyout. In einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte A.T.Kearneys Europa-Chef Dietrich Naumann kürzlich, er erwarte die Übernahme des Unternehmens durch das Management noch in diesem Jahr. (jha/mb)