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28.03.1978 - 

Anwenderbericht Spedition Vögele, Frommern:

EDV-Aufstieg über die "Direttissima"

FROMMERN (hz) - Den "steinigen" Umweg über Außer-Haus-Datenverarbeitung mochte die schwäbische Spedition Vögele (Frommern) nicht gehen: "Wir sind im Mai 1976 von manueller Bearbeitung direkt auf EDV umgestiegen", berichtet Vögele-Mitarbeiter Peter Müller. "Dadurch haben wir Zeit und Geld gespart."

Das württembergische Unternehmen, eine typische Sammelgutspedition, kaufte vor zwei Jahren ein Bildschirm-Dialogsystem 4600 von Logabax in Frankfurt, weil damals -so Müller - zwar auch andere MDT-Anlagen auf dem Markt waren, aber keine für Vogele geeigneten Programme.

Die Konfiguration besteht aus einer 24-KB-Zentraleinheit mit Arbeitskonsole, 880-Zeichen-Bildschirm, Magnetplattenlaufwerk mit zweimal fünf Millionen Bytes sowie einem Matrix-Nadeldrucker mit 180 Zeichen pro Sekunde.

Das individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmte Speditionssoftwarepaket wurde von der Firma I.S.O. Brockerhoff & Co. Gesellschaft für integrierte System- und Organisationsplanung (Wuppertal) entwickelt. Darüber hinaus setzt Vögele noch das Logabax-Standardprogramm "Lohn und Gehalt" ein. Geplant ist ein Lagerhaltungsprogramm, das sich bereits in der Testphase befindet. "Mit allem Drum und Dran" kostete das System etwa 150 000 Mark

In "Vor-EDV-Zeiten" hatte die Spedition eine Fakturiermaschine 510 von Taylorix im Einsatz, mit der die Daten auf Konten erfaßt wurden. "Zur Abrechnung brauchten wir vier Leute, das macht jetzt einer", erklärt Müller und präzisiert: "Wenn bei dieser reinen Erfassungsarbeit einmal falsch gerechnet wurde oder ein Tippfehler vorlag, mußte alles noch einmal neu geschrieben werden."

Die Spedition bekommt im Schnitt etwa 300 Aufträge pro Tag, die erfaßt und verarbeitet werden müssen. Die Erfassungszeit beträgt 30 bis 45 Sekunden pro Auftrag. Mit 35 Fahrzeugen wird der gesamte baden-württembergische Raum abgedeckt.

An der MDT-Anlage arbeiten zwei Aushilfskräfte, die Aufträge erfassen; ferner zwei Frauen, die sich teilweise mit den verschiedenen Programmen beschäftigen.

Peter Müller, von Anfang an dabei, bereitet zusammen mit zwei Kollegen die Aufträge vor - fertig zur Eingabe über Bildschirm auf Platte. "Ich habe in der Testphase nichts anderes getan, als mich mit der Anlage vertraut gemacht", berichtet der EDV-Autodidakt.

"Meine Kenntnisse habe ich dann an die beiden anderen Mitarbeiter weitergegeben." Ihm imponiert besonders das ausgeklügelte Formularsystem der I.S.O.: "Für die gesamte Abfertigung müssen wir keinen Formularwechsel machen, da entsprechende Perforationen vorhanden sind, die es ermöglichen, verschiedene Formate auszudrucken."