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18.06.1982 - 

Alga-Fachforum beklagt steigende Anforderungen und schlechter werdende Instrumente:

EDV-Problemkind: die Personalabrechnung

NÜRNBERG - Der Ruf nach Rationalisierung, neuen Techniken, wie sie die Bürokommunikation bereits bietet, und neuen Abrechnungssystemen, die die überalterten und "totgepflegten" Systeme ablösen sollen, kennzeichnet die Lage in der betrieblichen Lohn- und Gehaltsabrechnung. Zu dieser Beurteilung kam Bernd Hentschel von der Arbeitsgemeinschaft Lohn- und Gehaltsabrechnung (Alga) in seinem Eröffnungsreferat zum 1. Fachforum Lohn- und Gehaltsbrechnung "Alga 82" in Nürnberg.

Das Nürnberger Fachforum, veranstaltet von der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V., Düsseldorf, ging von der Grundaussage aus, wachsende Arbeitgeberpflichten aus den verschiedenen gesetzlichen und tariflichen Regelungen und Vereinbarungen, aber auch neue betriebliche Erfordernisse seien verantwortlich für das heutige breite Aufgabenspektrum der Lohn- und Gehaltsabrechnung, die ohne geeignete EDV-Unterstützung kaum mehr denkbar und durchführbar sei.

Erste Ergebnisse einer Untersuchung über Standardsoftware auf dem Lohn- und Gehaltssektor präsentierte Alga-Mann Hentschel. Demnach ergab eine Grobsichtung von 40 von der Industrie eingereichten Datenblättern, daß es sich in 50 Prozent der Falle um aufgebohrte Individualabrechnungsprogramme handelt und von der übrigen Hälfte 60 Prozent Hardware-gebundene Software ist. Man habe, deutete Hentschel an, die Richtigkeit der von den Anbietern gemachten Angaben "durch einige Cross-Fragen" gezielt hinterfragt und sei dabei nicht selten auf Ungereimtheiten gestoßen.

In die vorläufige engere Auswahl der Alga werden nach Hentschels Angaben sechs bis zehn der Standardpakete kommen. Zu ihren Grundvoraussetzungen zählen Eigenschaften wie Datenbankfreiheit, Dialogorientierung und das Bieten einer kompletten Düvo-Lösung.

Unter welchen Bedingungen die Probleme der Lohn- und Gehaltsabrechnung mittels Standardsoftware lösbar sind, behandelte Klaus Golly von der Siemens AG in einem Spezial-Workshop. Damit es nicht dahin komme, daß man eine tadellose Software habe, im übrigen aber pleite sei, empfahl Golly nur Betrieben von 1000 Mann Belegschaft an aufwärts das Entwickeln reiner Individuallösungen.

Rudolf van Megen, Geschäftsführer der Kölner SQS GmbH, bot den Zuhörern in seinem Workshop einen Abriß der Möglichkeiten, qualitativ hochstehende Lohn- und Gehaltssoftware zu entwickeln. Zentrale Forderungen van Megens waren eine frühzeitige und intensive Kooperation zwischen EDV- und Fachabteilung, der Aufbau eines repräsentativen Datenbestandes, um damit Umstellungen kontrollieren und beurteilen zu können, sowie ein systematisiertes Vorgehen beim Testen von Dokumenten und Programmen.