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20.05.1977

Effektives Blocken verbessert die Performance

FRANKFURT (uk) - Mit "geringen Mitteln" wie Blockoptimierung bei Banddateien, Eliminierung von SEEKS bei Plattendateien oder Optimierung von COBOL-Programmen lassen sich bereits beachtliche Performance-Verbesserungen erzielen: Das Softwarehaus Hübner & Mergard (H & M) hat damit die Belegung seiner IBM 370/135 von täglich 20 auf 16 Stunden Start-Stop-Zeit reduziert. In der neuesten Ausgabe der "H&M-News" werden drei Tuning-Maßnahmen als allgemeine Empfehlungen zur Performance-Verbesserung bei Band- und COBOL-Programm-Tuning beschrieben.

Platten-Tuning: Als "echten" Performance-Vorteil bei Fest-Kopf-Platten (FKP) haben die H&M-Tuner die Eliminierung von zwei SEEKS (vor und zurück) durch die Speicherung eines Satzes auf einem Zylinder in einem FKP-Bereich herausgefunden. Bei folgenden 13 Dateien soll diese Speicherungsform zu "drastischen" Einsparungen geführt haben: DOS/VS "SYSRES" Transients. POWER/VS Queue File, VSAM "USER" Catalog, VSAM "MASTER" Catalog, HARDCOPY File für "DOC" ,SYSTEM WORKFILE 1, VSAM Datenbereich nur für Indices, CICS/ VS Transients Data Set, stark frequentierte DL/I Dateien, 1. Zylinder einer privaten Core Image Library, ISAM-Indices, VTOC bei aktiven Platten sowie der PAGE Data Set.

Band-Tuning: Effektive Blockungsfaktoren sind der Schlüssel zu Performance-Verbesserungen bei bandorientierten Verarbeitungsprogrammen. Unter Berücksichtigung von CPU-Geschwindigkeit, Anzahl der aktiven Bandeinheiten (Kanalbelastung) sowie der Programmgröße ergibt sich für H & M die optimale Blockgröße von 1,5 bis 6 K für 800 BPI-Bänder, 2 bis 8 K für 1600 BPI-Bänder und 8 bis 32 K für 6250 BPI-Bänder. Zu beachten ist außerdem, daß ein großer I/O-Puffer besser ist als zwei kleine, denn bei gleichem realen Speicherbedarf werden nur die Hälfte der Start-I/O's und weniger Bandplatz gebraucht.

Programm-Tuning: Werden COBOL-Programme mit der COUNT-Option in der CBL-Karte umgewandelt, so wird am Programmende ein Summen-Report ausgedruckt. Mit dieser Liste können wichtige Punkte im Programm ermittelt werden, an denen Verbesserungen vorgenommen werden sollten. Nach der Testphase empfiehlt es sich, die Programme mit CBL OPT (für Optimizing) umzuwandeln und vorher alle Testoptionen wie COUNT, FLOW oder STATE zu entfernen. Der COBOL-Optimizer soll die Programme um zirka 15 Prozent verkleinern - H & M erzielte auf diese Weise Laufzeit-Einsparungen bis zu 25 Prozent. Als weiterer Programm-Tuning Tip wird empfohlen, kleine (bis zu 24 K), bedeutende und I/O intensive Programme im "REAL"-Mode auszuführen. Aus den Job-Accounting-Daten können in Form von summierten und sortierten "Hitlisten" die "Langläufer" und Ausgabeintensiven Programme herausgefunden werden.