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27.11.1981 - 

Markt für DV-Geldtransaktionsgeräte soll in diesem Jahrzehnt 1 Milliarde Dollar erreichen:

EFT zicht "Leipziger Allerlei an DV" nach sich

LONDON (CW) - Der Markt für DV-Geräte, die "papierfreie" finanzielle Transaktionen (Electronic Fund Transfer, EFT) ermöglichen, wird in Europa über die achtziger Jahre hinweg kumulativ die eine Milliarde Dollar Marke erreicht haben. Den derzeitigen Stand beziffert das Londoner Marktiorschungsinstitut Frost & Sullivan Ltd. auf 80 Millionen Dollar.

Elektronische Geldüberweisung zicht, wie Frost & Sullivan verdeutlicht, ein "Leipziger Allerlei" an Computern, peripheren Geräten sowie Datenübertragungseinrichtungen nach sich. Da europäische Banken zunehmend elektronische Geldüberweisung als Mittel zur Abwicklung finanzieller Transaktionen verwenden, erwarten die Marktforscher für diesen Bereich bis Dekadenende einen jährlichen Zuwachs in Höhe von 120 Millionen Dollar.

So betont Frost & Sullivan (F&S): Papierlose Geldausgabestellen in der europäischen Bankenindustrie werden bis 1990 Geschäfte im Wert von 9,5 Milliarden Dollar abwickeln. 1980 waren es erst 3,8 Milliarden Dollar. "

EFT macht's schneller

Eine Untersuchung der Banken sowie sonstiger Kreditinstitute zeige einen Trend zur Abkehr von der Verwendung geleerter Übertragungsleitungen sowie vom physischen Transport von Magnetbändern zur Abwicklung finanzieller Transaktionen auf. Für den Verbraucher ergebe die elektronische Übertragung beispielsweise größere Sicherheit und die Möglichkeit, getätigte Geschäfte sofort durchzuführen und zu bestätigen. Große Chancen für Anlagen und Einrichtungen sieht F&S zudem in der Abwicklung von Transaktionen zwischen Einzelpersonen und Unternehmen: "Auch hier zeichnet sich eine umfangreiche Umschichtung zum EFT hin ab." EFT habe zudem noch das unabhängige, vollautomatische "Clearing House" ins Leben gerufen.

Als eines der bekanntesten Clearing-Netze, das sich auf die Abwicklung von wertmäßig bedeutenden Finanztransaktionen spezialisiert hat nennt das Marktforschungsinstitut die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications-das "SWIFT-Netzwerk" . Um den Systemverkehr, der von zur Zeit rund 200 000 Transaktionen pro Tag bis 1990 auf 450 000 ansteigen wird, bewältigen zu können, plane SWIFT erheblich in neue Anlagen zu investieren. Gleichzeitig sollen SWIFT-Dienstleistungen erweitert werden. Dies habe zur Folge, daß sich kleinere europäische Kreditinstitute verstärkt SWIFT anschließen werden.

Das bisher zur Einlösung ausländischer Schecks verwendete Euroscheck-System ist ein weiteres Clearing-Netzwerk. F&S: "Auf lange Sicht werden sämtliche Euroscheck-Transaktionen zwischen den einzelnen Ländern elektronisch abgewickelt werden." All dies birgt nach Ansicht der Londoner Marktforscher große Chancen für die Datenübertragungs Technologie. So werde Datacomm bei der Abwicklung von Geldtransaktionen über Clearing Houses eine zunehmend wichtige Rolle spielen wobei die bevorzugte Übertragungsmethode entweder Wähl- oder Speichervermittlungsbetrieb (circuitoder packet switching) sei.