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22.10.1993 - 

EG-Untersuchung haelt die Talsohle fuer erreicht

EG geht von leichtem Wachstum im europaeischen IT-Markt aus

FRANKFURT/M. (CW) - Die aufgrund der miserablen wirtschaftlichen Situation in den Laendern der EG zurueckgehende Nachfrage nach DV- Produkten hat die strukturellen Probleme der IT-Industrie offengelegt. Das ist ein Ergebnis des Updates vom "European Information Technology Observatory", in dem die wichtigsten Zahlen des ersten Halbjahrs 1993 und die Trends fuer 1994 aufgelistet werden.

Fuer das gesamte Jahr 1993 erwartet Eito eine Zunahme des europaeischen IT-Marktes, der 1992 ein Volumen von 128 Milliarden ECU (rund 256 Milliarden Mark) erreichte, von nur 1,6 Prozent. Bereits im naechsten Jahr soll das Wachstum jedoch wieder 4,2 Prozent betragen.

Diese positive Prognose begruenden die Autoren des Updates mit der zu erwartenden starken Nachfrage nach neuen Produkten. Schliesslich sei sich die Anwendergemeinde trotz der inzwischen eingefuehrten rigiden Kostenkontrollen bewusst, welche wichtige Rolle die DV fuer die Zukunft ihrer Unternehmen spiele. Besonders die zahlreichen Projekte im Bereich Business-Process-Re-Engineering (BPR) generierten zusaetzlichen Bedarf, weil durch sie neue Anforderungen an IT-Loesungen und Anwendungen entstehen wuerden.

Das Eito-Update entstand wie das im Maerz dieses Jahres erstmals vorgelegte Jahrbuch in enger Zusammenarbeit mit der International Data Corp. (IDC) und wurde von der EG-Kommission, der Eurobit, und den grossen europaeischen High-Tech-Messen gesponsert. Es nennt verschiedene Trends, die den europaeischen DV-Markt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres beeinflusst haben. So habe sich die wirtschaftliche Situation in Europa weiter verschlechtert, und der groesste nationale Einzelmarkt fuer IT-Produkte, Deutschland, werde seiner Rolle als Wachstumsmotor nicht mehr gerecht.

Die einzelnen IT-Marktsegmente entwickeln sich unterschiedlich. Der Hardwaresektor wird Eito zufolge 1993 um drei Prozent zurueckgehen. Fuer 1994 rechnen die Auguren mit einem Nullwachstum. Verantwortlich dafuer sei der starke Einbruch bei Grossrechnern und der galoppierende Preisverfall im PC-Bereich. Deshalb komme trotz der nach wie vor steigenden Stueckzahlen kaum Umsatzwachstum zustande. Die Steigerungsraten im PC-Sektor werden, so das Update weiter, in erster Linie durch neue Benutzergruppen und durch Heimanwender ermoeglicht.

Die Sektoren Software und Services duerften 1993 und 1994 die staerksten Wachstumsmotoren der Branche sein. Waehrend der Softwaremarkt 1993 um 8,2 Prozent und 1994 um 8,5 Prozent zunehmen werde, koenne das Segment Professional-Services in diesem Jahr um sieben Prozent zulegen. Dabei werde der Softwaremarkt bestimmt durch den zunehmenden Gebrauch grafischer Benutzeroberflaechen, CASE-Tools und 4GL-Sprachen, der kraeftigen Nachfrage nach Middleware, dem verstaerkten Vermarkten von PC-Softwarepaketen, dem Aufkommen neuer Lizenzvertrags-Strukturen und der stetig zunehmenden Zahl und Funktionalitaet verteilter Software- Applikationen.

Den Trend zu Professional-Services fuehren die Analysten nicht zuletzt auf die zunehmenden BPR-Projekte zurueck. Die Notwendigkeit, Geschaeftsprozesse umzugestalten und so die Gesamtleistung von Unternehmen zu verbessern, wirke sich auch auf die Rolle der Informationsverarbeitung aus.