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30.06.1989 - 

Brüssel unterstützt europäisches Super-Chip-Projekt:

EG macht nun doch Geld für Jessi locker

LUXEMBURG (bk) - Endlich offiziell ist die finanzielle Unterstützung des Jessi-Projekts durch die Europäische Gemeinschaft. Von der für die erste Entwicklungsphase veranschlagten eine Milliarde Mark will die EG-Kommission etwa ein Viertel übernehmen.

Viel Zeit gelassen hat sich die Europäische Gemeinschaft mit der Entscheidung für den finanziellen Zuschlag für das Europa-Projekt Jessi, das die Entwicklung von Chips mit extrem hoher Speicherfähigkeit (64 Megabit) bis 1996 zum Ziel hat. Dabei, so ein Siemens-Sprecher, sei von vornherein geplant gewesen, daß die Kosten von Jessi zu 50 Prozent von der Industrie und zu je 25 Prozent von den nationalen Regierungsinstanzen sowie der EG getragen werden sollten.

Auch hatte die EG-Kommission in den vergangenen Monaten das Engagement der an Jessi beteiligten Unternehmen - Hauptakteure sind Siemens, Philips und SGS-Thomson - wiederholt begrüßt und betont, wie wichtig die gemeinsame Forschung europäischer Unternehmen auf dem Gebiet der Mikroelektronik sei, um den Vorsprung der Amerikaner und Japaner aufzuholen. Die von der Industrie erwartete Finanzspritze jedoch war ausgeblieben.

Jetzt aber erklärte EG-Kommissar Filippo Pandolfi vor den EG-Industrieministern, die Europäische Gemeinschaft werde sich an den Kosten des Super-Chip-Projekts, das im Mai offiziell gestartet wurde, beteiligen. Dabei will die EG von den auf rund eine Milliarde Mark veranschlagten Kosten der ersten, anderthalbjährigen Entwicklungsphase ein Viertel übernehmen. Wie sich die weitere finanzielle Beteiligung der Kommission gestalte - das Gesamtprojekt Jessi soll etwa acht Milliarden Mark verschlingen - werde später entschieden .

Europäische Branchenanalysten begrüßen die jetzt gefällte EG-Entscheidung. Vielleicht, so der Tenor, folgten nun den großen Worten endlich Taten, käme das Projekt nun voran. Die Jessi-Initiatoren und -Förderer waren in Analystenkreisen in den vergangenen Monaten wiederholt wegen der langatmigen Planungsphase kritisiert worden.