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28.06.1985 - 

Preisunterbietungen bei Schreibmaschinen nehmen überhand:

EG-Strafzoll auf Japan-Produkt

BRÜSSEL (CW) - Die Erhebung eines Antidumping-Zolls bei der Einfuhr von elektronischen Schreibmaschinen aus Japan hat jetzt die Europäische Kommission mit Wirkung zum 22. Juni beschlossen.

Wie es scheint, hat sich die EG-Kommission angesichts des Ausmaßes der japanischen Preisunterbietungen am EG-Markt erstmals zu einer solchen Maßnahme gegen den Elektronikmarkt im "Land der aufgehenden Sonne" entschlossen.

Mit dem Dumpingzoll, der für die Dauer von fünf Jahren gilt, haben sich die Mitgliedsregierungen vor die Gemeinschaftshersteller gestellt, die sich von japanischer Seite bedroht fühlen. Dabei handelt es sich neben Olivetti um die Unternehmen Olympia aus Wilhelmshaven und Triumph-Adler aus Nürnberg. Nach Angaben der EG-Kommission sei eine vorzeitige Aufhebung des Strafzolls nur dann möglich, wenn sich die Japaner dazu bereiterklärten, ihre Exportpreise dem EG-Niveau anzupassen.

Nach den Untersuchungen der Kommission beträgt die Preisdifferenz 17 bis 35 Prozent. Die Dumpingmarge, die sich aus dem Vergleich der Inlandspreise mit den Exportpreisen errechnet, reiche bis zu 76 Prozent. Die Kommission räumte ein, daß der Zoll zwar eine Verteuerung der elektronischen Schreibmaschinen für den Endverbraucher bedeute, jedoch auf lange Sicht die Konkurrenz auf dem Schreibmaschinenmarkt in der Gemeinschaft erhalten bleibe.