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11.08.1989 - 

Analyse

Ehrenhafte Interessen

Wenn die Deutsche Lufthansa AG 20 Millionen Mark in die Finanzierung des Luftfrachtvermittlungs- und -kommunikationssystems MOSAIK steckt, dann verbergen sich dahinter nicht nur ehrenhafte Grundsätze.

Zwar tut es dem Image des größten Cargo-Carrier der IATA gut, an vorderster Front Standardisierungsarbeit zu leisten, letztlich geht es aber um wirtschaftliche Interessen. Wir kennen das auch aus anderen Branchen. Da versuchen Automobilkonzerne wie Chemiegiganten bei der branchenspezifischen Edifact-Normierung die Nase vorn zu haben. Grund: Wer "seinen Standard" in den Gremien als Norm durchboxt, der läuft später weniger Gefahr, sein System an völlig neue Standards anpassen zu müssen. So auch die Lufthansa. Je mehr der Airliner bei der Standardisierung die Initiative ergreift und mit MOSAIK Maßstäbe setzt, desto leichter und billiger ist die Anpassung der eigenen Systeme. Sollte hier der Eindruck entstehen, das Verhalten der Lufthansa wäre ehrenrührig - weit gefehlt. Das Unternehmen handelt nach wirtschaftlichen Grundsätzen, die recht und billig sind - trägt es doch auch das Risiko, daß MOSAIK den Bach hinuntergehen könnte.