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19.09.1975 - 

Amdahl 470 bis zu 130 Prozent schneller als 370168

Ein 6O-Tage-Wettbewerb

ANN ARBOR/MICH. - Ein Amdahl-Großsystem 470 V/6 mit 2 Megabyte Hauptspeicher hat im Rechenzentrum der Universität von Michigan in Ann Arbor in Testläufen sowohl Batch- als auch Online-Jobs in einer um 30 bis 130 Prozent kürzeren Zeit ausgeführt als eine IBM 370/168 mit der gleichen Speicherausstattung.

Der Amdahl-Jumbo befindet sich mitten in einer zweimonatigen Erprobungsphase und "macht sich gut", wie der Direktor des Rechenzentrums, Dr. Robert C. F. Bartels, erklärte.

Die Universität muß sich nach Ablauf der 60tägigen Testperiode entscheiden, ob entweder IBM's Top-Modell oder die Amdahl-Maschine zurückgegeben wird, berichtete Michael Alexander, Senior Systems Research Programmer.

"So wie es jetzt aussieht, wird es wohl die 168 treffen", prophezeite er, obwohl die Amdahl-Anlage mit 2 Megabytes und standardmäßig 16 Kanälen ein wenig mehr koste als eine 168 mit 2 Megabytes und 8 Kanälen.

Die 470-TP-Anwendungen laufen unter dem "Michigan Terminal System", einem virtuellen Betriebssystem, das im Computing-Center der Uni für eine IBM 360/67 entwickelt wurde und heute auf der 370/1168 läuft.

Rund zwei Mann-Monate waren erforderlich, dieses Betriebssystem auf der IBM-kompatiblen Amdahl 470 zu installieren, - und das ohne Beeinträchtigung der laufenden Arbeiten.

Im Gegensatz dazu wären - so Bartels - der Universität Kosten in Höhe von rund zwei Millionen Dollar entstanden, wenn man sich entschieden hätte, auf eine Anlage von Control Data oder Burroughs umzusteigen.

Amdahl's IBM-Kopie, die nach Aussagen von Fachleuten besser sein soll als das Original, läuft im übrigen mit original IBM-Systemsoftware und ist in allen gängigen Sprachen einschließlich APL zu programmieren. Das Computing Center erwartet "keine Probleme" durch den Anschluß neuer IBM-Hardware an den Amdahl-Rechner, erklärte Bartels. "Wir haben die feste Absicht, im nächsten Jahr die neuen IBM 3350-Festplattenspeicher an die 470 anzuschließen." No problems sieht Bartels auch für den Einsatz von IBM-kompatibler Mixed-Hardware: "Das müßte die 470 genauso verkraften wie die 168". de