Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

21.09.1990

Ein ambivalentes, Verhältnis zur BDE

Zum Unterkapitel degradiert erscheinen mehr und mehr die Abhandlungen zum Thema "Betriebsdatenerfassung" (BDE). Dabei verdiente die BDE durchaus ähnlich umfassende Behandlung wie der Dauerbrenner CIM. Was sich als "modulare Komponente" von Produktionsplanungs- und Steuerungssystemen (PPS) gibt oder auch als "integraler Bestandteil" eines CIM-Konzepts, ist häufig zwar mit Betriebsdatenerfassung richtig erfaßt, jedoch nach wie vor Insellösung.

Dies mag eine Ursache dafür sein, daß das Thema - jedenfalls in der wissenschaftlichen Literatur - so stiefmütterlich behandelt wird. Akzeptanzprobleme werden häufig von anderer Seite genannt.

In der Tat könnte ein Zeiten-Informationssystem, wie es nebenstehender Artikel für eine optimale Zeitwirtschaft skizziert, für zuviel Transparenz sorgen, zuviel insofern als

- Schlummer-Intervalle von Vorgängen und Mitarbeitern,

- zu lange Transportzeiten,

- überlange Prüfprozeduren,

- sinnlos ausgedehnte Verpackungsrituale

und dergleichen mehr überdeutlich und sogar dokumentiert wurden.

Dabei träte dann nicht nur Menschliches - allzu Menschliches - zutage im Sinne des "gläsernen Mitarbeiters", auch ein abteilungsspezifisches Organisationsdefizit wäre eindeutig auszumachen oder so mancher informationstechnische Kunstfehler.

Gerade weil immerzu von integrierbaren Komponenten und den diese integrierenden, unternehmensweiten Informations- und Kommunikations-Systemen die Rede ist, mußte eine Daten-Basis dafür, die aus einer bereichsübergreifenden Betriebsdatenerfassung resultiert, eigentlich selbstverständlich sein. Die aber ist kaum irgendwo realisiert, nicht einmal ansatzweise. Frage: Leider oder Gott sei Dank?

Besonders deutlich wird der Akzeptanz-Zwiespalt beim Thema Self-Scanning und POS-Systeme (Seite 32 und 47). So gestattet der totale Self-Service des Supermarkt-Kunden zwar auf der einer Seite diverse Optimierungen für alle Beteiligten, auf der anderen Seite aber wird eine Bereitschaft zum Self-Scanning vorausgesetzt, wie sie in Europa jedenfalls so ohne weiters nicht gegeben sein dürfte. hi