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01.08.1975 - 

DGB propagiert neue Berufsbezeichnung

Ein anderes Etikett als Lösung ?

ERKRATH - Gibt es zuviel Betriebswirte in der Bundesrepublik? Die Bundesanstalt für Arbeit (BA), Nürnberg, befürchtet eine "Betriebswirte-Schwemme", verursacht durch zu großzügige Förderung des Besuchs von Wirtschaftsfachschulen: Sie legt daher jetzt strengere Maßstäbe bei der Bewilligung von Ausbildungs-Zuschüssen an. Betroffen sind auch EDV-Aspiranten, die sich zum "Betriebswirt EDV" ausbilden lassen wollen.

Das Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe e.V. (B.l.B ), Paderborn, hat sich als erster dagegen gewandt, daß die BA alle Betriebswirte unterschiedlicher Fachrichtungen, also auch den "Betriebswirt EDV" in einen "Eintopf" wirft, um so überzeugungskräftig von einer Überzahl sprechen zu können. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund greift jetzt ein. Das DV-Bildungszentrum im Berufsfortbildungswerk des DGB, Erkrath, will "Klarheit in die Diskussion" bringen. Eine neue Berufsbezeichnung muß gefunden werden, um der Sperrung von Zuschuß-Mitteln zu entgehen. Wenn, so die Gewerkschaftler, bis 1978 nach Hochrechnungen des Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT) weitere 172 000 Arbeitskräfte mit fundierten DV-Kenntnissen benötigt werden, könne von einer "Schwemme" keine Rede sein. Das Berufsbild "Staatlich geprüfter Betriebswirt EDV" erfülle nach wie vor die Anforderungen der Wirtschaft nach Fachkräften mit DV- und wirtschaftswissenschaftlicher Ausbildung.

Aus dem "Betriebswirte-Eintopf" sollte man allerdings zugunsten klarer Unterscheidung diese wirklich qualifizierten Mitarbeiter durch eine entsprechende neue Berufsbezeichnung herausheben: "Staatlich geprüfter Wirtschaftsinformatiker".

Die Wirtschaft sollte außerdem, weiterer DGB-Vorschlag, weit besser über die Institutionen informiert werden, die "entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes qualifiziertes DV-Personal ausbilden".