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16.04.1999 - 

Besserer Kundendienst bei weniger Kosten und höherem Profit

Ein Applikations-Server regelt bei Yahoo das Bestellwesen

MÜNCHEN (CW) - Ein Intranet-gestütztes Bestellverfahren hilft dem Portalanbieter Yahoo Inc. dabei, gezielt Werbepläne für die Anzeigenkunden zusammenzustellen. Die Applikation "Java Order Entry" (Joe) wird mit Hilfe des Applikations-Servers "Apptivity 2.1" von der Progress Software Corp. verteilt.

"Wir haben unser Bestellverfahren vereinfacht, Fehlerquellen eliminiert und sparen Zeit und Geld", bringt Doug Smith, technischer Leiter des Projekts, die Vorteile des neuen Systems auf den Punkt. Es ersetze eine Reihe von "Legacy-Tools", deren Möglichkeiten erschöpft schienen. Die elektronischen Helfer mußten zum Teil sogar manuell gepflegt werden.

Die Bestellbearbeitung ist nun ein durchgängiger elektronisch gestützter Prozeß. Am Anfang der Kette erfaßt ein Vertriebsmitarbeiter die Auftragsdaten. Vor dem Buchen kann er sich darüber informieren, wann und wo Werbeflächen frei sind und welcher Zeitraum sich für die Anzeigenschaltung lohnt. Aufgrund dieser Informationen kann er dem Kunden ein komplettes Angebot unterbreiten.

Geht das Anzeigen-Layout ein, erhält der Kunde automatisch eine Auftragsbestätigung. Den Erfolg der Werbung können die Verkaufsrepräsentanten messen. Sie sehen etwa, wie häufig ein Banner angeklickt wird, wie lange ein Site-Besucher verweilt und ob er die angebotenen Links nutzt.

Die Codierung von Joe nahm etwa drei Monate in Anspruch. Im Oktober 1998 begann Yahoo mit der Implementierung, die im Februar dieses Jahres abgeschlossen wurde. Laut Smith stand die Basisanwendung schon einige Zeit zuvor, doch änderte Yahoo zu der Zeit seine Gewinn- und Verlustrechnung. Diese Änderungen sollten in das neue Bestellwesen einfließen.

In Joe integriert sind außerdem weitere Module aus anderen Applikationen, deren Logik Smith nicht noch einmal entwickeln wollte. Andere Teile entstanden neu. Dazu verwendeten die Entwickler das Java-Entwicklungs-Tool von Progress.

Als Alternative dazu hatte Smith ursprünglich das Client-Server-Werkzeug "Developer 2000" von Oracle erwogen. "Uns gefiel jedoch die Idee von einer Anwendung, die über das Web verteilt werden kann", so Smith. "Solange wir sie lediglich innerhalb des Hauses einsetzen, ist eine solche Struktur leichter zu pflegen als klassische Client-Server-Anwendungen. Wenn wir uns außerdem entschlössen, sie tatsächlich per Internet oder Extranet zugänglich zu machen, zählen Faktoren wie Browser-Unabhängigkeit und Skalierbarkeit." Die Yahoo-Mitarbeiter greifen auf die Anwendung mit den Browsern "Netscape Navigator" und "Microsoft Internet Explorer" zu.

Apptivity verfügt zudem über einen eigenen Transaktionsmonitor und gründet sich auf dem OMG-Standard Common Object Request Broker Architecture (Corba). Zudem verfügt die Software über Schnittstellen zu ERP-Systemen und den Sprachen "Universal SQL" und "XML".

Die Anwendung Joe läuft auf Compaqs "Proliant"-Servern unter Windows NT 4.0, die Client-PCs bedienen, auf denen Windows NT Workstation installiert ist. Die Daten speichert eine "Oracle-8"-Datenbank, und die Auswertungen der Informationen erfolgen mit Hilfe des "Oracle Developer 2000 Report Server".