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Archaische Abrechnung in New York

Ein Bankier räumt auf

11.06.1976

New York - Innerhalb von 15 Monaten soll die Stadt New York, die im vorigen Jahr mit Mühe dem Konkurs entging ein funktionierendes integriertes Rechnungswesen bekommen: Rund 183 Mannjahre müssen investiert werden, damit das System ab Juli 1977 läuft. Computerkapazität (mehrere Systeme 360 und 370) ist genügend vorhanden - es fehlt moderne Abrechnungssoftware. Für ihre Einführung ist jetzt David C. Woodbridge verantwortlich, den die Stadt von der Chase Manhattan Bank ausgeliehen hat. Er kritisiert das bisherige Verfahren als "archaisch" und sagt von den damit erzielten Ergebnissen: "Sie trugen eher zur Konfusion als zur Klärung bei." Woodbridge stellte unter anderem fest, daß die nebeneinander verwendeten Programm-Systeme nicht zusammenpaßten und ungenügend dokumentiert waren, die Kontrolle durch zwei verschiedene Behörden ausgeübt wurde, die auf ihre Unabhängigkeit pochten und beispielsweise die städtischen Lohn- und Gehaltslisten mit Klebeband und Gummiarabicus zusammengestückelt waren. In der Stadtverwaltung war bei dieser Buchhaltung weder das Drei-Milliarden-Dollar-Defizit rechtzeitig aufgefallen noch beispielsweise die genaue Zahl der Angestellten und Arbeiter festzustellen. Unterstützt von IBM sowie den Beratungsfirmen American Management Systems und Ernst & Ernst wird mit einem Aufwand von 19 Millionen Dollar ein neues Abrechnungssystem geschaffen. (cw)