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11.12.1974 - 

Trend für über 1500 System3-10-Installationen

Ein billigeres Modell 8 tut es auch

AYING bei München - Für die Brauerei Aying wird die EDV monatlich um 3500 Mark billiger, "ohne daß wir an Kapazität verlieren". EDV-Leiter Helmut Ploberger freut sich, daß dazu kein Herstellerwechsel erforderlich ist, Modellwechsel genügt.

Statt der zur Zeit installierten IBM 3, Modell 10 (24 K, 2 Platten mit 9,8 Mio. Byte, 18 000-Zeilen-Drucker, MFKE, zwei Locher) kommt zum Frühjahr 1975 ein Modell 8 des gleichen Systems (32 K mit den gleichen Platten, 12 000-Zeilen-Drucker und Tandem-Diskette-Station3742). Der Hardware-Wechsel verringert die Monatsmiete von 10 200 Mark auf 8 500 Mark. Die restlichen Einsparungen ergeben sich aus dem Abschaffen der Mini-Lochkarte. Die Datenerfassung wird aufgelöst, statt dessen kommt die neue Diskette-Doppel-Station in die Buchhaltungs-Fachabteilung.

HB, MAI und Service-RZ im Rennen

IBM machte allerdings das interessante Downgrade-Angebot nicht ohne Sachzwang. Ploberger: "Die Karten-Plattenanlage 3/10 war einfach zu groß. Wir wollten 'mal viel, viel mehr mit ihr machen, dann aber kam eine wesentlich schlechtere Wirtschaftslage. Die neuen Anwendungen wurden zurückgestellt." In Fachabteilungen gab es zum Teil freie Manpower, so daß ein Auslagern des Ablochens möglich erschien. Von der Geschäftsleitung kam zudem die Order, am EDV-Budget zu sparen. So startete die Brauerei zum Schrecken des IBM-Vertriebsbeauftragten eine Ausschreibung.

In die engere Wahl kamen Honeywell-Bull 60/61 (Ploberger: "Die Umstellung wäre gar nicht so teuer geworden") und MAI Basic 4 (Ploberger: "Der interessante Hardwarepreis hätte die relativ einfache Umprogrammierung in Basic gerechtfertigt"). Beachtenswert erschien auch ein Angebot des Münchener Service-Rechenzentrums "Weihenstephan", das alle Arbeiten außer Haus abwickeln wollte.

"Als die Entscheidung fallen sollte, erfuhren wir zum richtigen Zeitpunkt vom Modell 8, daß uns wohl ein wenig vorweg angeboten wurde, als es die Maschine offiziell noch gar nicht gab", berichtet Ploberger. Der Brauerei EDV-Chef vermutet, daß IBM in ähnlichen Situationen künftig nur noch das Modell 8 anbieten wird: "Da IBM die Preise nicht senkt, mußten die wohl bei der starken Konkurrenz ein neues Modell herausbringen, das zudem den Obergang zu dem Modell 15 wesentlich leichter macht."

Anwender mit System 3 Modell 10-Anlagen dürfen aber nicht damit rechnen, daß IBM selber die Ablösung durch das Modell 8 vorschlägt, die ja weniger Punkte bringt. Dazu bedarf es der Initiative des Anwenders. "Die Änderung der Programme - E/A per Diskette statt Miefke - verursacht nur minimalen Aufwand."