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10.11.1998 - 

Internet-Sicherheit

Ein digitales Fort Knox für alle?

Den meisten Politikern - je weiter rechts, desto apokalyptischer - ist das Internet irgend etwas zwischen real existierender Anarchie, Inferno digitalis und einem Informationssystem für kriminelle Vereinigungen. Auf seiten deutscher Manager sind die Ansichten vor allem von der Sorge geprägt, Konkurrenten oder andere Hacker könnten in die Firma eindringen, um als High-Tech-Einbrecher Daten zu stehlen.

Solche Ängste finden täglich neue Nahrung. Allein von den Browsern "Netscape Communicator" und "Microsoft Internet Explorer" werden dermaßen oft Sicherheitslücken gemeldet, daß die beiden Hersteller sichere Kandidaten für einen Wanderpokal "Bug der Woche" wären.

Doch auch ohne fehlerhafte Zugangssoftware gilt für DV-Systeme dassselbe wie für alle anderen schützenswerten Anlagen: Wer einbrechen will, kann es in der Regel schaffen. Er braucht eben mehr oder weniger Intelligenz, Fachwissen, Arbeitsgerät, Helfer, Zeit und Ehrgeiz - je nachdem, ob das Ziel ein Apartment in München-Grünwald oder ein Rechenzentrum des US-Verteidigungsministeriums ist.

Das Internet ist per definitionem ein offenes System. Das heißt, für Sicherheit hat jeder selbst zu sorgen. Und damit obliegt jedem Anwender auch die Entscheidung, wie groß der Aufwand sein soll. Das ist der Punkt, an dem viele Sicherheitsbedenken ins Leere gehen. Es ist absurd, ein digitales Fort Knox zu verlangen, wenn ansonsten der Pizzalieferant auf jeden Flur kommt.

Für jeden Sicherheitsanspruch existieren Methoden und Produkte. Nur ist es ein Irrglauben, es reiche, einmal ein Schloß anzubringen. Ob die Sicherheitssysteme noch genügen, ist immer wieder zu überprüfen. Wer glaubt, mit einer "Install-and-Forget"-Firewall genug getan zu haben, kann auch gleich zum Tag der offenen Tür laden.ls