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26.05.2006

Ein "Ever Run" für das Windows-Backend

Marathon Technologies ergänzt die Hochverfügbarkeitslösung "Ever Run FT" mit einer abgespeckten "HA"-Version, die gegen herkömmliche Cluster-Lösungen antritt.
Die FT-Lösung von Ever Run bedient beide Server parallel, beim HA-System ist ein Rechner als aktiver Standby-Server konfiguriert.
Die FT-Lösung von Ever Run bedient beide Server parallel, beim HA-System ist ein Rechner als aktiver Standby-Server konfiguriert.

Hochverfügbarkeit in Windows-Umgebungen will Marathon Technologies mit seinen Ever-Run-Produkten bieten. Die Highend-Lösung Ever Run FT (FT steht für Fault Tolerance) sorgt für eine Verfügbarkeit der Server von 99,999 Prozent. Die jetzt vorgestellte kleinere Version Ever Run HA (HA = High Availability) schafft einen Ausfallschutz von 99,99 Prozent.

Beide Angebote basieren auf dem gleichen Prinzip, bei dem aus zwei Servern eine virtuelle Windows-Umgebung geschaffen wird. Die Virtualisierungsschicht stellt sich den Anwendern und Administratoren als normaler Windows-Server dar. Er bedient aber die zwei darunter liegenden Rechner parallel. Fällt ein Server aus, läuft die Anwendung auf dem anderen ohne Unterbrechung weiter. Anders als bei herkömmlichen Cluster-Lösungen findet kein Failover statt, so dass es auch keine Downtime gibt.

Ein weiterer Vorteil der Marathon-Lösungen ist, dass sie keine spezielle Hardware benötigen und dass die Applikationen nicht angepasst oder für Cluster-Verbünde tauglich gemacht werden müssen. "Bei uns findet kein Failover-Scripting statt", berichtet Michael Bilancieri, Director of Products bei Marathon. Beide Ever-Run-Produkte schützen nicht nur gegen den Ausfall eines Rechners, sondern auch gegen defekte Speichersysteme und kaputte Netzleitungen. Der Hersteller bezeichnet das als "Through-Computing", weil die Aufgaben bei einem Defekt immer vom zweiten System, sei es der Server, der Speicher oder die Netzleitung, erledigt werden.

Der Unterschied zwischen Ever Run FT und HA besteht darin, dass das fehlertolerante System beide darunter liegenden Co-Server gleich behandelt, während bei der HA-Konfiguration die Virtualisierung auf nur einem Rechner stattfindet. Für beide gibt es mit "Ever Split" eine Möglichkeit, die Server auch entfernt voneinander zu betreiben, so dass ein Rechner aus Sicherheitsgründen auch in einem Ausweich-Rechenzentrum stehen kann.

Die Lizenz für Ever Run FT kostet 16 000 Euro inklusive einem Jahr Wartung, die HA-Version ist ab 7500 Euro zu haben. Split Side schlägt mit jeweils 25 Prozent der Lizenzgebühren zu Buche. Zusätzlich benötigt der Anwender drei Windows-Lizenzen. Dafür spart er bei den Kosten für Applikationen, die nur einmal anfallen. In Deutschland können die Marathon-Lösungen über die Itauris GmbH in Köln bezogen werden. (kk)