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17.09.1993

Ein Jahr nach dem Start IBMs PC-Company hat Losloesung vom Mutterkonzern gut verkraftet

NEW YORK (IDG) - Vor genau einem Jahr hat sich die PC-Division von IBM abgenabelt. Zwar steht das Unternehmen inzwischen sicher auf eigenen Beinen, aber ihm bleibt noch viel zu tun, um ernsthaft den Marktfuehrern Konkurrenz zu machen.

In der Anwendergunst ist die IBM Personal Computer Company in den zwoelf Monaten ihres Bestehens stetig gestiegen. Das ergab eine User-Untersuchung der CW-Schwesterpublikation "Computerworld", in der 100 Information-System-Manager befragt wurden. Der PC-Division war jedoch beim Start kein allzu guter Ruf vorangegangen. Insofern ist es fuer sie schon ein Erfolg, dass ein Grossteil der Befragten angibt, die PC-Company fuer konkurrenzfaehig zu halten.

Wenn es allerdings um kon- krete Kaufabsichten geht, sieht es fuer die IBM-Abkoemmlinge schlecht aus. Die Haelfte der befragten DV- Verantwortlichen hat in naechster Zeit nicht vor, IBM-PCs zu kaufen. 39 Prozent schliessen die Investition in Rechner von Big Blue prinzipiell aus.

Als groesstes Plus der Unternehmenspolitik der PC-Hersteller nennen die Manager Preisreduzierungen und kuerzere Innovationszyklen. Gute Noten bekam in erster Linie das Notebook Thinkpad. Die Erweiterung der Distributionskanaele sowie den besseren Support quittierten die Anwender ebenfalls mit Wohlwollen.

Niedrigere Preise, eine offensive Vertriebspolitik und innovative Produkte haben zwar die Nachfrage erhoeht, aber auch eklatante Lieferschwierigkeiten verursacht. Einige Befragte haben sich aufgrund der langen Lieferfristen entschlossen, vom Kauf von IBM- PCs abzusehen.

Marktforscher beurteilen das erste Jahr des PC-Unternehmens vorsichtig, aber zuversichtlich. "Die Company hat einen Geschaeftsbereich uebernommen, der auf dem absteigenden Ast war. Innerhalb eines Jahres hat sie einen grossen Aufschwung erreichen koennen", bemerkt Richard Zwetchenbaum, Research Manager bei IDC in Framingham. Das Marktforschungsunternehmen geht davon aus, dass IBMs Personal Computer Company 1993 einen Marktanteil von 12,5 Prozent erreicht, zwei Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.