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25.04.1980 - 

Der französische Mischkonzern St. Gobain Pont Ó Mousson erweitert seine DV-lnteressen:

Ein Kapitalmantel wärmt Olivetti und CII-HB

MAILAND/PARIS - Ein "Kapitalmantel" verbindet künftig CII Honeywell Bull mit der italienischen Ing. Olivetti & C. SpA, Ivrea: Der französische Mischkonzern St. Gobain Pont á Mousson, mit 20 Prozent an der Compagnie Machines Bull beteiligt und mit 50 Millionen Dollar in einem Joint venture mit National Semiconductor - will über eine Kapitalerhöhung ein "Drittel-Stimmrecht" bei Olivetti erkaufen.

Die Kommentare zu dieser Liasion entsprechen der unterschiedlichen Interessenlage: Während die Denkart von CII-HB-Boß Pierre Brulé (Europäische Force de Frappe Informatique) aus den Worten spricht, "dies sei ein geeigneter Weg, auf dem der mächtigen amerikanischen und japanischen EDV-Konkurrenz am Weltmarkt entgegengetreten werden kann", erscheint Olivetti Präsident Bruno Visentini wegen der ähnlich gelagerten Interessen eine "Zusammenarbeit als äußerst zweckdienlich".

Für diese Zusammenarbeit muß allerdings noch einiges arrondiert werden. Denn eine eventuelle Kombination aus Olivetti- und CII-HB-Produkten führt dazu, daß in einem bisher ausschließlich der Honeywell Informations Systems vorbehaltenen Absatzgebiet Italien auch Erzeugnisse französischer Provinienz auftauchen.

Für St. Gobain Pont á Mousson (SGPM) kam das Angebot, bei Olivetti einzusteigen, offensichtlich den Hausinteressen von entgegen. Denn ganz offenkundig will SGPM seinen Einfluß bei der Machines Bull erweitern, um - vielleicht durch die Übernahme des vom Staat gehaltenen 20 Prozent-Anteils - eine "qualifizierte Schachtel" zu erreichen und den Einfluß bei CII-HB zu vergrößern, die jetzt zu 53 Prozent der Machines Bull gehört.

Daß Olivetti aus seinen Umstrukturierungsproblemen in Italien heraußen ist und inzwischen Gewinn produziert (1979 rund 52,9 Millionen Mark), wird den SGPM-Einstieg erleichtert haben. Technisch wird St. Gobain Pont á Mousson über eine Kapitalerhöhung von 107,74 Milliarden Lire (239,42 Millionen Mark) auf 208 Milliarden Lire (462,22 Millionen Mark) beteiligt.