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30.08.2002 - 

IT-Beratung/Kommentar

Ein Markt im Umbruch

Sabine Prehl Redakteurin CW

Im vergangenen Jahr konnten die IT-Berater der Krise noch standhalten. Doch inzwischen laufen die Projekte aus, haben die Kunden für Folgeaufträge meist kein Geld mehr übrig - von Neugeschäft ganz zu schweigen. Schuld an der momentanen Zurückhaltung der Anwender ist allerdings nicht allein der konjunkturbedingte Investitionsstopp. Es rächt sich jetzt auch, dass viele IT-Consultants das Vertrauen ihrer Kunden verspielt haben, weil sie während des Dotcom-Booms zum Teil völlig überzogene Honorare für einfache Web-Programmierung verlangt und selbst bei Überschreitung des Zeitrahmens oder unbefriedigenden Resultaten in voller Höhe abkassiert haben. Aber auch bei klassischen Projekten, etwa in den Bereichen ERP, CRM oder SCM, haben viele IT-Berater ihre Unschuld verloren. Millionenbeträge wurden für die Anpassung von Geschäftsabläufen, Systemeinführung und Customizing von Software ausgegeben. Jetzt aber wollen die Anwender zu Recht den viel zitierten Return on Investment sehen.

Auch die Strategie- und Management-Berater kämpfen um ihren Ruf - zum Teil auch um ihre Existenz. Der Enron-Skandal und die leider zahlreichen vergleichbaren Fälle in der IT-Industrie haben das von den "Big Five" jahrelang praktizierte Modell, Consulting parallel zur Wirtschaftsprüfung anzubieten, endgültig desavouiert. Sie werden auch durch den verschärften Wettbewerb der reinen IT-Dienstleister belastet, die verstärkt auf Management- und IT-Beratung aus einer Hand setzen, während gleichzeitig auch noch die IT-Hersteller in den Consulting-Markt drängen. In dem Maße, wie diese Märkte zusammenwachsen, kommen sich die jeweiligen Spezialisten zwangsläufig ins Gehege. Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise und des steigenden Wettbewerbsdrucks bereinigt sich der Markt nicht nur - er befindet sich im Umbruch. Die Übernahme von Pricewaterhouse-Coopers durch IBM war erst der Anfang.