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Kommentar


29.05.1998 - 

Ein neuer Markt wird verteilt

War nicht erst das IBM-Monopol der 60er bis 80er Jahre unter Böllerschüssen vertrieben worden? Freiheit für die Arbeitsplatzrechner, Autonomie für die Anwender, ertönte allerorts der Schlachtruf.

Doch nun ist es vorbei mit dem Aufbegehren der DV-Basis, schenkt man den Protagonisten der NC- und Java-Office-Euphorie Gehör. Verstaubte 486er-Geräte sollen als NCs herhalten, weil Anwender ihre vernetzten IT-Umgebungen wieder beherrschbar machen wollen.

Schuld an der nun aufkommenden Autonomie-Verdrossenheit so manch' eines DV-Verantwortlichen tragen nicht nur anarchistische Endanwender. Vielmehr müssen sich der neue Machthaber Microsoft und dessen Verbündeter Intel den Vorwurf gefallen lassen, in Sachen Marktbeherrschung eine Menge von IBM gelernt zu haben. Mit eigennützigen Produkt- und Bundling-Strategien, einer kräftigen Portion Druck auf die "Partner" und gezielten Einkäufen schürte Microsoft selbst den NC-Aufstand, den die Konkurrenz mit Microsoft-unabhängigen Office-Paketen jetzt zum Sieg führen will. Die Slogans "Made for Windows 95" und "Intel Inside" stehen spätestens, nachdem sich beide Anbieter wegen wettbewerbsrechtlicher Vergehen vor Gerichten verantworten müssen, in einem schiefen Licht da. Vielleicht steht erneut ein Paradigmenwechsel ins Haus - zugunsten von Anbietern, die wir heute noch gar nicht kennen.