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27.09.1996 - 

Kommentar

Ein Neuling ohne Definition

Schneller, höher, weiter! Mag dieser Leitspruch für die Olympioniken in Atlanta ein legitimes Ziel gewesen sein, so stimmt es nachdenklich, wenn nun auch das Gros der Networking-Industrie diesem Motto folgt. Mittlerweile scheint Geschwindigkeit in der Branche das Maß aller Dinge zu sein. Neuer Liebling der Industrie ist, nachdem die Dopingkur LAN Emulation bei ATM wenig genutzt hat, Gigabit Ethernet. Während die Mentoren ihrem Favoriten bereits güldene Zeiten prophezeien, haben sie ihren einstigen zellularen Star ATM auf die ungeliebte, da wenig Geschäft verheißende Langstrecke abgeschoben.

An und für sich nichts Besonderes, Stars kommen und gehen. Die Frage ist nur, ob der Anwender immer neue Disziplinen in Sachen High-speed-Networking braucht. Die Begründungen hierzu sind teilweise geradezu abenteuerlich. So muß beispielsweise das Intranet dazu herhalten, um den Bedarf an Gigabit Ethernet zu manifestieren. Eine Argumentationskette, die im Umkehrschluß dann wohl so lauten können: Ohne Intranet braucht der User kein neues Ethernet. Erschwerend kommt hinzu, daß die Industrie erneut eine Technik propagiert, für die erst 1998 endgültig die Spezifikationen verabschiedet werden. Die schmerzhafte Erfahrung, was es bedeutet, frühzeitig auf sogenannte Standard-compliant-Produkte zu setzen, durften bereits die ATM- und Fast-Ethernet-Anwender der ersten Stunde machen.