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28.01.1977 - 

Heide Günther berät in Textverarbeitungsfragen:

Ein Organisationstalent macht Karriere

HAMBURG - "Ich habe mich ganz spontan gemeldet", erzählt Heide Günther (36) über ihre neue Tätigkeit als Projektleiterin bei der Unternehmensberatung Dr. Rolf Vieweg GmbH in Hamburg. Sie betreut dort einen Beratungsservice für Textverarbeitung. Zu ihren Aufgaben gehört die Durchführung von Grobanalysen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen für Textverarbeitungs- und Verwaltungssekretariate. Außerdem beschäftigt sie sich mit COM und konventioneller Mikroverfilmung.

Die Beratung erstreckt sich auf die räumliche, personelle und maschinelle Ausstattung der Büros. Ihr Tagessatz für diesen Service, der auch die Betreuung und Einarbeitung der Mitarbeiter einschließt, beträgt 675 Mark.

Auf die Frage, was sie von der Computer-unterstützten Textverarbeitung halte, antwortet Heide Günther, daß die Hardware noch nicht genügend erprobt sei: "Auf den beiden Kongressen in Köln und Friedrichshafen hat sich gezeigt, daß es noch kein Gerät gibt, das ohne Konverter mit der großen EDV zusammenarbeiten kann."

Ihre eigene Firma bekommt in diesem Jahr ein Datenfernübertragungsgerät mit einem Textverarbeitungsprogramm. "Damit ist es möglich, die Daten direkt von der EDV-Anlage auf das Gerät zu überspielen", berichtet sie stolz.

Generell ist sie jedoch - wie gesagt - davon überzeugt, daß die Textverarbeitungsautomaten noch viel zu sehr "von der reinen Technik her" entwickelt werden - ohne Berücksichtigung der Anwender-Interessen.

Bei Augstein kam der Stein ins Rollen

Heide Günther hat sich ihr Wissen über die EDV auf einem Seminar bei Dr. Muser angeeignet. Ihre jetzige Tätigkeit, Schreibdienste zu organisieren und einzurichten, hat eine längere Vorgeschichte, die mit ihrem gesamten beruflichen Werdegang eng verbunden ist: Nach der mittleren Reife und höheren Handelsschule hat sie erst einmal einige Jahre im Ausland verbracht, "um sich auszutoben". Als sie danach eine Stelle bei einer Abteilung des Auswärtigen Amtes in Hamburg bekam, lernte sie dort Rudolf Augstein vom Spiegel-Verlag kennen, der sie von der Stelle weg als Sekretärin und Personalberaterin engagierte: "Ich habe mehr als 50 Sekretärinnen selbständig eingestellt und betreut." Damals richtete Heide Günther den ersten Schreibdienst ein ("mit allem drum und dran"), den sie auch selbst leitete. Als sie 1971 zu Gruner & Jahr (Hamburg) überwechselte, galt es dort gleich vier Schreibdienste einzuführen, nämlich für den Vertrieb, die Anzeigenabteilung, die kaufmännische Verwaltung (einschließlich Marketing und Marktforschung) sowie für die Redaktion.

Nach einem beruflichen "Abstecher" als Assistentin der Geschäftsleitung beim Williams-Verlag (Hamburg) landete sie schließlich bei der Unternehmensberatung Dr. Rolf Vieweg GmbH. Über ihr Jahresgehalt schweigt sie sich aus: "Ich rede nicht gerne darüber, sonst könnten zuviele Leute auf die Idee kommen, das Gleiche zu machen wie ich."

Die "private" TV-Spezialistin ist mit einem Geologen verheiratet und mag außer ihm auch Katzen: "Früher habe ich sie sogar gezüchtet." Ihre Hobbys sind Golf spielen und Kochen: "Besonders gerne mag ich die französische Küche."