Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.10.1980

Ein Rechner versorgt neun Schulen

ULM (pi) - "Etwas völlig Neuartiges", so Carl-Heinz Binder, Oberstudienrat an der Friedrich-List-Schule, "wollte die Stadt Ulm wagen." Nachdem sie an neun Schulen das Fach Informatik eingeführt hatte, brauchten die Schüler auch einige Rechner. Die Stadt beschaffte aber einen zentralen Computer. Binder erläutert das Ulmer Modell.

Den Ulmer Schulrechner, ein Interdata-System 8/32, betreibt die Stadt Ulm an der Friedrich-List-Schule als Unterrichts-Rechner. Die Hardware-Konfiguration besteht aus 0,5 MB Hauptspeicher, 6 x 5 MB Plattenspeicher, einer Magnetbandstation mit 800 Bit pro Zoll, 24 Bildschirm Terminals und einem Zeilendrucker mit einer Leistung von 180 Zeichen pro Sekunde. Das Ulmer Schulrechnermodell ist die größte Schulrechnerinstallation in Baden-Württemberg.

Das Basic-Programmiersystem des Herstellers läuft als Multi-Teilnehmersystem für gleichzeitig 24 Benutzer und unterstützt Matrizenoperationen. Das Pascal-Programmiersystem stammt vom New Jersey Institute of Technology.

Perkin-Elmer entwickelte für die Verwaltung der Schüler ein eigenes Abrechnungssystem, wobei von der Software her keine Begrenzung für die Anzahl der Schüler besteht. Das System ist für etwa 2500 Schüler aus neun Schulen ausgelegt.

Die Schüler arbeiten während des Unterrichts selbständig mit dem System. Dabei gibt es folgende Hierarchie-Ebenen: System - Schule - Lehrer- Schüler. Der Datenschutz wurde dabei so ausgelegt, daß der Zugriff von oben nach unten ohne, umgekehrt jedoch nur mit Erlaubnis möglich ist.

Gründe für die Systementscheidungen waren:

- hohe Simultan-Verarbeitung, da das System ohne Paging arbeitet,

- Verfügbarkeit der Sprachen Basic und Pascal,

- geeigneter Editor und Time Sharing System mit Auswertung pro Schüler sowie

- Datenschutz in Hierarchie-Ebenen, die dem schulischen Aufbau entsprechen.