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20.09.1996 - 

DV und Umwelt/

Ein Schuß Schwermetall

Wenn es um die Umwelt - manche sagen auch: Schöpfung - geht, wird es jetzt häufig ziemlich fromm verbal jedenfalls: "Pius" heißt eine umweltfreundliche, wahrscheinlich sogar gottgefällige Produktionsphilosophie, "Opus" hat die Fraunhofer-Gesellschaft ein Projekt getauft, und darüber schweben die Blauen Engel. PC- Marktführer erklären den Schöpfungsschutz zum Unternehmensziel gleich nach dem Gewinn.

Anders der Verbraucher. Umweltlabels interessieren ihn nicht, berichten die Händler, die das ökologische Verkaufsargument natürlich längst ausprobiert haben. Es scheint, als habe der Kühlschrankkunde ein ausgeprägteres Umweltbewußtsein als der PC- Verbraucher.

Kann man das Cadmium in den Bildschirmen nicht mit den Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) in den Kühlaggregaten vergleichen? Giftig sind sie beide. Und Produkte des täglichen Bedarfs allemal. Also müßten doch wieder knallharte Verbote erlassen werden, wie im Falle der weißen Ware, wo man dem Kunden die Pflicht, FCKW-frei zu sein, als Kür verkauft.

Auch für solche Fragen sind sie da, die Strategen in den Chefetagen und Fachverbänden von ZVEI und VDMA. Offenbar interessieren sie sich mehr für die Absatzzahlen ihrer Klientel: verständlich, aber dennoch ärgerlich. Denn wenn die Vertreter der Unterhaltungselektronik vorgeben auf dem Öko-Auge besonders schlecht zu sehen, dann macht dieses schlechte Beispiel auch in der Informationstechnik bei all denen Schule, die zu träge sind, das Angenehme (Umweltverträglichkeit) mit dem Nützlichen (Wirtschaftlichkeit) zu verbinden.

Schade um die Einsichten! Wer sich Umweltschutz auf die Fahnen schreibt, sollte auch nachhaltig offensiv werden. Aber vielleicht erleben wir ja die Verbände noch Hand in Hand als Aufklärer?