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30.04.1976 - 

Prozeßrechner in der Meteorologie:

Ein sparsamer Blick auf das Wetter

30.04.1976

Mit dem Begriff Meteorologie verbindet sich die Vorstellung von ungenauen Wettervorhersagen. Seit es Satelliten für die Erfassung von Weltraumdaten gibt, eröffnet die Kombination dieser "Wetter-Augen" mit der Computer-Technik neue Möglichkeiten, globale Klimazustände zu analysieren, was wiederum Voraussetzung für die Früherkennung atmosphärischer Veränderungen ist. So müßten die Chancen eigentlich steigen, daß auch mittel- und langfristige Wettervorhersagen verläßlich sind. Hat der Wetterfrosch seine Schuldigkeit getan?

Im "Space Science, Bund Engineering Center" der Universität von Wisconsin setzen die Meteorologen für die Verarbeitung und Auswertung von Satellitenbildern den Minicomputer Slash 4 in Verbindung mit einem Video-System ein. Slash 4 ist ein 24-Bit-Rechner des US-Herstellers Harris, der in der Bundesrepublik von der Firma Techmation, Düsseldorf, vertreten wird. Im Jahre 1971 starteten die Wetterforscher das Projekt McIDAS (Man-Computer Interactive Data Acces System), das von der NASA unterstützt wird und T dessen Ziel es ist, einen leichteren Zugriff auf die von den Satelliten gesendeten Daten unter Echtzeit-Bedingungen zu erreichen.

68 Milliarden Bits

Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten vier Wetter-Satelliten die Auswertungssysteme mit Informationen völlig "zugedeckt". Daraus resultierte auch, daß es nahezu unmöglich war, schnell und wirtschaftlich auf Detailinformationen. Allein der Satellit SMS (Synchronous Meteorologic Satellite) produziert analoge Bilddaten mit einer Rate von 45 sichtbaren Infrarot-Bildern pro Tag, die sich nach Analog-Digital-Umwandlung aus jeweils 1,5 Milliarden Bits zusammensetzen. Das macht zusammen pro Tag 68 Milliarden Bits und entspricht somit einem Zehntel der in der Bibliothek des US-Kongresses "gespeicherten" Daten

(ebenfalls in Bits gerechnet).

Doch erst aus dieser "Unzahl" von Informationen können die Meteorologen wissenschaftliche Erkenntnisse über das Zusammenspiel der das Wetter beeinflussenden Kräfte im Weltraum gewinnen

TV mit Pseudofarben

McIDAS unterstützt den Datenzugriff, die Kontrolle und Verarbeitung durch den Harris-Mini sowie die Wiedergabe auf den Video-Displays. Und so sieht der Ablauf aus: Die empfangenen Satelliten-Signale werden entweder auf Magnetband konvertiert und "konventionell" in den Minicomputer eingegeben oder direkt faßt. Das Video-System übernimmt die aufbereiteten Digital-Daten und setzt sie in ein analoges Standard-TV-Format um. Dann erfolgt eine Zwischenspeicherung auf Magnetplattenspeichern - schließlich wird das Satellitenbild auf einem normalen Farbfern-.

Neuer Mikrorechner von Intel

MÜNCHEN - Mit dem Single-Board-Computer SBC 80/10 bietet Intel, Nummer eins im Mikroprozessor-Geschäft, jetzt auch einen kompletten Mikrorechner an. Sämtliche Komponenten des SBC 80/10, der als Zentraleinheit einen Intel 8080-Chip hat, befinden sich auf einer einzigen gedruckten Leiterplatte mit den Abmessungen 171 mm x 305 mm: 1-KB-RAM (Random Access Memory), 4-KB-ROM (Read Only Memory), eine Synchron Asynchron-Schnittstelle sowie 48 programmierbare Ein-/Ausgabe-Interfaces.

Der SBC 80/10 kann als "nackter Baustein oder in einem Plastikgehäuse für vier Steckkarten bezogen werden seh-Monitor wiedergegeben. Es besteht ferner die Möglichkeit, die Bilddaten zu "vergrößern" und Pseudofarben hinzuzufügen, was die Interpretation der Daten erleichtert. Zur Unterstützung des Bedieners lassen sich zusätzlich Linien und Skalen einblenden. Konturenkarten können durch, einfache Operator-Kommandos abgerufen und als Hardcopy ausgegeben werden: Eine eindrucksvolle Form, Wetterkarten zu erstellen, die sowohl lesbar als "schön" und auch dem Laien verständlich sind.