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01.08.1997 - 

Workflow im Wandel/Kommentar

Ein Spiegel des Unternehmens

Deutsche Unternehmen seien schnell, aber ihre Konkurrenz im Ausland sei schneller, sagt Siemens-Chef Heinrich von Pierer. Wenn das stimmt, müßte die Vermutung zutreffen, daß es sich mit der DV auch so verhält. Umkehrschluß: Wären die deutschen IT-Landschaften zeitgemäß, wäre nicht permanent auf Fachkonferenzen von "flexibler und schnell adaptierbarer Software" und schnellem "Reagieren" auf Veränderungen die Rede.

Zumindest hatte Datenverarbeitung in den Unternehmen und Verwaltungen einmal das Image der Moderne. Und jetzt ist sie in der Rolle des Verhinderers von Änderungen? Dann wäre in all den Jahren und trotzt massiver Investitionen etwas mächtig schiefgelaufen: Ein Moloch wäre herangezogen worden, der jetzt entsprechend unbeweglich ist und schon ob seiner Größe zum Kränkeln neigt.

So einfache Schuldzuweisungen brauchen sich die DV-Verantwortlichen allerdings nicht gefallen zu lassen. Nicht sie waren süchtig nach Größe, sondern die Anforderungen verlangten mehr. Und nur eine verschwindende Minderheit von DV-Leitern durfte sich mit neuen zukunftsweisenden Techniken mehr als theoretisch auseinandersetzen. Die Anforderungen aus der Unternehmenspraxis waren fast immer auf die Erfüllung aktueller Aufgaben gerichtet; die eigene DV war meistens reaktiv.

Wie sieht es, bitteschön, in den Unternehmen aus? Sicherlich ist vielerorts von "globalem Handeln und Denken", von "Flexibilität" und "modernen Management-Prinzipien" die Rede. Allerdings dürfte die Euphorie über das meiste, was unter der Flagge Veränderungen daherkommt, nach leidigen Erfahrungen mit der Umsetzung etwas gedämpft sein. Wieviel hat sich denn tatsächlich bewegt?

DV ist immer ein Spiegelbild ihrer Umgebung. Jedes Unternehmen hat die DV, die es verdient.