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12.07.2007

Ein Stück vom Kuchen

Dieter Wipf
Glaubt man den Prognosen, kennt der Markt für Navigationslösungen so schnell keine Wachstumsgrenzen. Ist er damit automatisch lukrativ für den Fachhandel?Eine Einschätzung von Dieter Wipf.

Die Zahlen sprechen für sich: Zwei Millionen tragbare Navigationsgeräte wurden 2006 in Deutschland verkauft, 300 Prozent mehr als im Vorjahr. Das hat die GfK-Gruppe ermittelt. Laut Bitkom läuft der Umsatz in diesem Jahr auf die Milliardengrenze zu - 2005 waren es gerade einmal 228 Millionen Euro. Aber diese GfK-Zahlen sprechen Bände: Im Weihnachtsgeschäft 2006 zahlten die Verbraucher in Deutschland 83 Euro weniger für ein Navigationsgerät als im Jahr zuvor. Insgesamt liegt der durchschnittliche Verkaufspreis zum Beispiel um rund 20 Prozent unter dem der Nachbarländer Schweiz und Österreich. Für den Handel lässt das nicht gerade Traum-Margen erwarten.

Allerdings ist besonders viel Bewegung im Markt. Offensichtlich wird das beim Thema Handy-Navigation. Nachdem Nokia Anfang des Jahres einen Großangriff auf die Marktführerschaft bei integrierten Navigationslösungen für Fußgänger angekündigt hatte, gab TomTom kürzlich eine umfassende Kooperation mit Vodafone bekannt. Der Deal gilt zunächst für Großbritannien, aber schon bis 2008 will TomTom 50 Prozent Flächenabdeckung in ganz Europa erreichen und aktuelle Verkehrsdaten über das Mobilfunknetz zur Verfügung stellen.

Im "Mehr" liegt die Chance

Ob Navigation mit Handy, Smartphone, PDA oder stand alone: Nicht zuletzt, weil der Transfer GPRS-basierter Daten immer billiger wird, geht der Trend zu höherwertiger Basistechnologie, um die Navigationsangebote überhaupt erschöpfend nutzen zu können. Genau in diesem "Mehr" liegt die Chance des Fachhandels. Ein Beispiel ist die Ausstattung der Endgeräte mit TMC-Empfang, der aktuelle Staumeldungen aus dem Radio direkt in den Navigationscomputer übergibt. Früher gab es das nur in fest installierten Geräten, jetzt ist die Technik auch für mobile Wegweiser verfügbar, vorinstalliert oder zum Aufrüsten. So oder so kann der Fachhandel davon profitieren. Die Tendenz vieler Flotten- und Fuhrparkverantwortlichen, von stationären Systemen abzurücken, ist nur ein Beispiel für den Trend zu mehr Flexibilität auch im Business-Maßstab.

Ein anderes Feld, das noch einiges verspricht, ist das Kartenmaterial. Weltweit hat sich die GPS-Empfangsversorgung stetig verbessert, sodass die mobile Navigation einen großen Bedarf auch für weiter entfernte Regionen wecken dürfte, nicht zuletzt in einem so reisefreudigen Markt wie dem hiesigen. In diesem Kontext kann der Handel um das Thema mobile Speichermedien herum interessante Pakete schnüren.

Nicht zu unterschätzen ist auch das Thema Beratungskompetenz. Wie die GfK ermittelte, hat sich die Zahl der Anbieter im Navigationsmarkt allein in Westeuropa seit 2005 von 42 auf 93 mehr als verdoppelt. Wer dem Kunden hier den richtigen Durchblick verschafft und optimal abgestimmte Lösungen ohne lange Vorlaufzeit anbietet, profitiert ebenfalls.