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16.10.1998 - 

Kommentar

Ein Thema non grata?

Über bestimmte Themen redet "man" nicht: wo das Kreuzchen bei der Bundestagswahl gemacht wurde, wie es unten rechts auf dem Kontoauszug aussieht und was es mit der braunen Tüte in der untersten Schreibtisch-Schublade auf sich hat. Auch unheilbare Krankheiten und eitrige Pusteln am Gesäß zählen zu den Kommunikationsgegenständen, die lieber weiträumig umgangen werden; desgleichen Supply-Chain-Management-Projekte.

Ja, ganz richtig: IT-Manager plaudern unbefangen über ATM-Netze, objektorientierte Anwendungsarchitekturen und neuerdings sogar über den Einsatz von Linux. Aber sobald sie nach der Verbesserung ihrer Lieferketten gefragt werden, verweisen sie auf den Logistikleiter, der leider gerade sechs Monate Urlaub auf dem Mururoa-Atoll macht. Oder sie erklären kategorisch, daß das Unternehmen dazu keine Auskunft erteilt. Warum nicht? "Ich meine, wir sollten den Ball hier erst mal flachhalten."

Nach übereinstimmender Ansicht der Analysten verspricht Supply-Chain-Management einen extrem hohen Return on Investment. Allerdings läßt sich der Erfolg nicht mit Peanuts erkaufen. Die unterstützende Software ist teuer, und die Projekte verlaufen meist alles andere als geradlinig. Auf den einschlägigen Anwenderkonferenzen lassen sich immer wieder Referenten entschuldigen, weil sie gerade "dringend" im Projekt gebraucht würden. Oder haben sie erst im letzten Augenblick bemerkt, daß sie sich beinahe im Thema vergriffen hätten?