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20.03.1998 - 

Einbindung von Scriptsprachen lückenhaft

Einbindung von Scriptsprachen lückenhaft Mit Teamfusion entstehen Web-Sites in Gruppenarbeit

Der Hersteller Netobjects hat seine Entwicklungsumgebung Teamfusion in den "Netobjects Administrator" und den "Teamfusion Client" aufgegliedert.Im Administrationsprogramm legt der Verwalter Web-Sites und Benutzer an.Der Systemverantwortliche weist über dieses Tool den Entwicklern und Web-Designern bestimmte Zugriffsrechte zu.So kann er per Mausklick einem Programmierer erlauben, die Struktur der Homepage selbst zu verändern oder diese zu publizieren, während einem anderen nur das Verändern der Inhalte gestattet wird.

Mit dem Teamfusion Client definiert der User den Inhalt und den Aufbau einer Web-Site.Dabei dient der Wysiwyg-Editor "Netfusion" als Grundlage zur Seitengestaltung und zum Strukturieren der Web-Site.Zuerst definiert der Anwender Stilelemente wie Banner, Navigation und Schriften, erst dann wendet er sich dem Aufbau der einzelnen Seiten zu.

In der Site-Ansicht lassen sich Web-Seiten zu einer Homepage hinzufügen.Auf diese Weise gibt der Web-Verwalter die Navigation vor.Jede HTML-Page enthält einen "Masterborder", der allen Seiten ein gleichartiges Aussehen verleiht.Im Masterborder befindet sich sowohl die Hauptnavigation als auch die Verknüpfungslogik.Einen Überblick über alle Objekte des Web-Site gestattet die Ansicht "Assets".Teamfusion unterscheidet hierbei Dateien, Datenobjekte, Links und auch Variablen.

Sobald Stilelemente, Site-Struktur und Masterborder festgelegt sind, kann der Designer mit den Werkzeugen des Seiten-Editor den Inhalt gestalten.Die Bestandteile einer Web-Site wie Grafiken, Dateien und andere Objekte lassen sich zur Bearbeitung über eine Check-out-Funktion sperren.Auf diese Weise wird vermieden, daß sich Teamkollegen in die Quere kommen.

Eine Versionskontrolle über mehrere Versionen für die erstellten Objekte existiert nicht, dafür aber ein "Staging" genanntes Verfahren, um Zwischenergebnisse der bisherigen Entwicklung anzuzeigen oder abzuspeichern. Sowohl der Staging-Prototyp als auch das Endresultat kann auf Knopfdruck per File Transfer Protocol (FTP) auf einen entfernten Server geschickt werden.

Ein besonderes Merkmal von Teamfusion ist die Möglichkeit, über einen Web-Browser Inhalte der Site zu bearbeiten.Durch diese Eigenschaft könnte das System durchaus als Grundlage für ein Redaktionssystem dienen.

Zwar erläutert das Handbuch des Teamfusion Client, wie Programmierer Scriptsprachen ("Active Server Pages" von Microsoft, "Cold Fusion" von Allaire oder Netscapes "Live Wire") über die Funktion "Element Script" einbinden können, doch erzeugt Teamfusion aussschließlich Dateien mit der Endung "HTML". Der Systemverwalter müßte also Server-seitiges Scripting für alle HTML-Seiten auf dem Web-Server aktivieren.Allerdings würde dies die Server-Performance stark beeinträchtigen.Normalerweise werden Dateien, die Scripts enthalten, durch die File-Extension besonders gekennzeichnet, und nur für diesen Dateitypen muß der Administrator das Scripting auf dem Server aktivieren. Demzufolge ist Teamfusion wenig geeignet für Web-Sites, die Datenbanken integrieren sollen.

In der jetzt vorliegenden Version 1.0 von Teamfusion setzt Netobjects seine Ankündigung, das wahre Teamwerkzeug für effiziente Web-Entwicklung zu besitzen, nicht um.Vielleicht gelingt es dem Hersteller, dieses Versprechen in Zusammenarbeit mit Lotus zu erfüllen.Der "Domino and Netobjects Fusion Connector" soll nämlich den "Domino Server" von Lotus mit Teamfusion verbinden.

Ellen Neumann ist freie Journalistin in München.