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25.07.2014 - 

20 Fragen an sich selbst stellen

Eine bessere Führungskraft werden

Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern und verfügt über die Bankleiterqualifikation nach §33 KWG. Leichsenring arbeitet derzeit als (Interims-)Manager und Berater von Banken und Finanzdienstleistern. Ebenso ist er als Referent und Moderator im In- und Ausland sowie als Fachautor tätig. Er führt privat den Bank Blog. Weiteres zur Person unter hansjoerg-leichsenring.de.
Erfolg ist kein Privileg guter Führungskräfte, Erfolg haben viele. Einzig: Wie lange hält er an? Hansjörg Leichsenring stellt eine Auswahl kritischer Fragen vor, mit denen Chefs ihre Fähigkeiten verbessern können.

Führung ist keine einfache Aufgabe. Die angeborene Führungsstärke gibt es nicht, allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz.

Um eine erfolgreiche Führungskraft zu sein, sind vielfältige Fähigkeiten und Fertigkeiten erforderlich. Selbst Karajan oder Bernstein wurden nicht mit der Fähigkeit geboren, ein Orchester zu leiten. Sie hatten Talent, zweifellos, aber ohne harte Arbeit wären sie nie zu dem Ruhm gekommen, der ihnen zuteil wurde. Und so, wie Musiker oder Sportler regelmäßig trainieren müssen, um zu Höchstleistungen zu gelangen, sollten auch Führungskräfte nicht aufhören, ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln.

Wer eine erfolgreiche Führungskraft sein will, muss vielfältige Fähigkeiten und Fertigkeiten aufweisen. Und sich dabei immer kritisch hinterfragen,
Wer eine erfolgreiche Führungskraft sein will, muss vielfältige Fähigkeiten und Fertigkeiten aufweisen. Und sich dabei immer kritisch hinterfragen,
Foto: SP-PIC - Fotolia.com

Entscheidend sind eine objektive Selbstreflexion und das kritische Hinterfragen von vermeintlich Bewährtem. Folgend eine Auswahl von Fragen, die bei der Entwicklung der eigenen Führungspersönlichkeit helfen können.

  1. Wie ist es eigentlich, für mich zu arbeiten?

  2. Was hindert mich daran, die Änderungen vorzunehmen, von denen ich weiß, dass sie mir helfen, eine bessere Führungskraft zu werden?

  3. Halte ich Blickkontakt zu 100 Prozent?

  4. Wenn niemand meine Leistungen beurteilen würde, wie würde ich anders führen?

  5. Welche Fortschritte haben meine Mitarbeiter heute, im vergangenen Monat, im vergangenen Jahr gemacht?

  6. Was versuche ich, mir selbst zu beweisen, und wie behindert dies mein Leben und meinen geschäftlichen Erfolg?

  7. Wenn ich mein Unternehmen für ein Jahr verlassen würde und die einzige Kommunikationsmöglichkeit mit meinen Mitarbeitern ein einziger Absatz wäre, was würde ich schreiben?

  8. Was habe ich bei meiner schlechtesten Einstellungsentscheidung falsch gemacht?

  9. Wie beeinflusst die Art und Weise, wie ich als Führungskraft denke und Informationen weitergebe, die Organisationskultur meines Unternehmens?

  10. Bin ich mit meiner aktuellen Rolle zufrieden? Wenn nicht: Was fehlt?

  11. Wie motiviere ich meine Sekretärin?

  12. Sehe ich mehr Potenzial in den Menschen, als diese in mir sehen?

  13. Was habe ich im vergangenen Jahr dazu beigetragen (oder hätte dazu beitragen können), um die Wahrnehmung meines Unternehmens beziehungsweise meiner Marke als ethisch und ehrlich zu steigern?

  14. Warum sollten andere auf mich hören?

  15. Wer sind vier Menschen, zu deren Karriere ich beigetragen habe?

  16. Erhole ich mich als Führungskraft schnell von Rückschlägen?

  17. Wenn ich fünf Jahre in der Zeit zurückgehen könnten, welche Entscheidung würde ich anders machen? Was vermute ich, welche meiner heutigen Entscheidungen ich in fünf Jahren vielleicht bedauern werde?

  18. Was ist meiner Theorie der menschlichen Motivation, und wie passt mein Vergütungssystem zu dieser Ansicht?

  19. Wie ermutige ich Menschen dazu, Kontrolle und Verantwortung zu übernehmen?

  20. Weiß ich, was ich tue? Und wenn nicht: Wen kann ich anrufen, um zu fragen?

Ob man zu der geforderten Objektivität bei der Beantwortung immer ganz alleine und ohne externes Feedback in der Lage ist, muss letztlich jede Führungskraft für sich entscheiden. Seminare sind zwar nett, helfen aber dem Einzelnen nur bedingt weiter. Bei Spitzensportlern ist der persönliche Coach schlicht Normalität, bei Top-Manager (noch) eher selten. Doch gerade der kann einem dabei helfen, zu beschreiben, was man wahrnimmt und die Augen für das zu öffnen, was man wahrnehmen sollte. (tö)

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