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31.10.1997 - 

Problem 2000

Eine fatale Kalkulation des Zeitaufwands

Nach letzten Umfragen haben es jetzt ganz viele Anwender ganz eilig mit den Datumsfelder-Umstellungen. Die Hälfte der Unternehmen will im nächsten Jahr ihre Systeme modifizieren. Eile ist auch geboten: Der Abschlußtermin dieses Projekts ist nicht aufschiebbar; sein Umfang läßt sich kaum zusammenstreichen, im Gegenteil wächst die Menge der Aufgaben ohne unser Zutun.

Alle Hoffnungen richten sich auf Tools. Die sollen die Arbeit möglichst komplett automatisch erledigen. Erstmals in der DV-Geschichte glauben Anwender sogar, was die Hersteller noch nicht einmal versprechen. Das ist ein sicheres Anzeichen von Panik.

Alle Erfahrungen besagen, daß die reine Umstellung nur etwa 30 Prozent des Gesamtaufwands eines Jahr-2000-Projekts ausmacht. Dafür gibt es Tools. Fast alle Werkzeuge wirken aber nur in den klassischen Problembereichen, nämlich bei Applikationen auf der Basis von Cobol, PL/1, IMS, CICS, DB2 etc. Diese beherrschen aber nur zu zwei Dritteln die Mainframe-DV. Schon verringert ein solches Tool den Umstellungsaufwand nur noch um rund 20 Prozent.

Wenn dies auch für die Kosten gelten sollte, ist das sicher ein erfreulicher Aspekt. Wer aber zum Beispeil darauf gebaut hat, sich mit den Werkzeugen den halben Aufwand eines auf drei Jahre manueller Arbeit kalkulierten Projekts sparen zu können, ist nicht etwa aus dem Schneider, sondern arg in der Klemme.

Der dann folgende Kraftakt wird die eingesparten Kosten mehr als wieder auffressen. Geeignetes Personal ist rar und teuer. Übrigens war im Beispiel nur von einer reinen Großrechner-Landschaft die Rede, in der alles seine Ordnung hat. Das Sahnehäubchen für Zyniker: Glücklich, wer nur Mainframes und keine PCs hat.