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10.09.2004 - 

Product-Lifecycle-Management/Kommentar

Eine große Chance

Die Vorteile von Product-Lifecycle-Management sind derart offensichtlich, dass man sich fragen muss, weshalb nicht jedes produzierende Unternehmen oder Handelshaus auf diese Technik setzt. Die für jede Abteilung zugängliche, konsistente Datenbasis für ein Produkt bringt strategische Unternehmensziele näher. Gesichert sind zum Beispiel kürzere Time-to-Market-Zyklen und niedrigere Entwicklungskosten. Die mit neuen Modellvarianten einhergehende Datenkomplexität wird beherrschbar, außerdem lassen sich einzelne Prozessphasen parallelisieren. So können etwa Entwickler-Teams zeitgleich an einem Produkt arbeiten, in der Materialbeschaffung sind erste Schritte möglich noch bevor die Konstruktion abgeschlossen ist, und die Produktion diskutiert mit den Ingenieuren schon von Anfang an die problematischen Aspekte eines Bauteils oder Werkzeugs.

Trotz dieser unzweifelhaften Vorteile scheint PLM letztlich noch so schwierig, dass es in den Betrieben eher die Ausnahme ist. Zum einen erfordert konsequentes PLM ein unternehmensübergreifendes Projekt, und das ist immer problematisch. Abteilungen, die bislang autark gearbeitet haben, müssen sich enger abstimmen, unter Umständen gewohnte Arbeitsweisen ändern oder nicht integrierbare Anwendungen aufgeben. Besonders betroffen sind die Ingenieure, die ihre CAD-Daten zunächst einmal aufwändig mit dem PLM-System synchronisieren müssen, während Vertrieb und Servicemitarbeiter profitieren, weil sie ohne eigenes Zutun schnell auf aktuelle Produktdaten zugreifen.

PLM verlangt außerdem Kenntnisse über die gesamten für ein Produkt relevanten und damit abteilungsübergreifenden Prozesse - doch die kennt kaum jemand. Gibt es keinen Gesamtverantwortlichen mit der nötigen Vogelperspektive, wächst die Gefahr, dass der Betrieb im "Korrekturmodus" verharrt. Die Chance auf einen Verbesserungsprozess ist vertan.