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09.12.1994

Eine Idealloesung fuer das Internetworking gibt es nicht Die TK-Tarife sind der groesste Kostenfaktor im WAN-Bereich

Schon lange wird ausgiebig darueber diskutiert, ob nun Bruecken, Router, Brouter oder Gateways die richtige Loesung fuer die Kopplung von LANs sind. Alle Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, ihre Anhaenger und Gegner. Stefan Feller* hat die verschiedenen Ansaetze einmal unter dem Aspekt der Kommunikationskosten naeher betrachtet.

Vor einer naeheren Analyse kann bereits ein Ergebnis vorweggenommen werden: Das Ideal-Geraet fuer ein bestimmtes Einsatzszenario gibt es nicht. Eine geeignete Loesung erfordert oft den gemischten Einsatz verschiedener Koppelelemente. Allerdings steht dem der Wunsch entgegen, die Infrastruktur des Netzes in der Funktionsweise und hinsichtlich des Netzwerk-Managements sowie der Wartung nicht heterogen zu gestalten. Geeignet sind in diesem Falle Router mit zusaetzlicher Brueckenfunktionalitaet, die im wesentlichen die Vorteile beider Systeme nutzen und deren Nachteile weitgehend vermeiden.

Diese Systeme, nachfolgend Bridging-Router genannt, werden sehr oft auch als Brouter bezeichnet. Da dieser Begriff auch fuer Routing-Bridges verwendet wird und damit zwei vollkommen unterschiedliche Systeme verwechselt werden koennen, soll auf ihn nachfolgend verzichtet werden. Sollen voellig unterschiedliche Netz-Topologien und -Protokolle miteinander verbunden werden, ist ohnehin der Einsatz eines Gateways am sinnvollsten.

Entscheidungskriterien zur richtigen Netzwahl

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Dienste und Netze der Telekom aufgrund ihrer unterschiedlichen Merkmale kaum oder gar nicht miteinander vergleichen lassen. Den fuer die eigene Anwendung richtigen Uebertragungsweg auszuwaehlen, ist deshalb manchmal nur mit Hilfe von Beratungsfirmen moeglich, wobei die Auswahl nach unterschiedlichsten Entscheidungskriterien stattfindet.

Die folgenden Ausfuehrungen beschraenken sich auf die strategischen Gesichtspunkte, um das guenstigste Netzwerk oder den guenstigsten Uebertragungsdienst herauszufinden. Hierzu koennen hauptsaechlich drei Typen von Merkmalen herangezogen werden: organisatorische, technische und wirtschaftliche Entscheidungskriterien.

Bei den organisatorischen Entscheidungskriterien sind unter anderem konzeptionelle Fragen wie beispielsweise die Festlegung der Standorte zu eroertern. Ein weiterer Aspekt ist die Verfuegbarkeit des entsprechenden oeffentlichen Netzes sowie die erhaeltlichen Hard- und Softwarekomponenten zur Datenuebertragung. Dazu kommen die Kennwerte der Datenendgeraete wie Schnittstellen oder Erweiterungsmoeglichkeiten etc.

Bei den technischen Entscheidungskriterien steht die Frage der Machbarkeit im Vordergrund. Unterscheidungsfaktoren sind insbesondere Punkte wie Performance, Datensicherheit (dabei ist die Moeglichkeit des automatischen Rueckrufs von besonderer Bedeutung), Verbindungsarten, Normung und vieles mehr.

Wirtschaftlich relevant sind monatliche Grundkosten, Leitungskosten allgemein, Hardware- und Software-Investitionen, Personal und Schulung, um nur einige Beispiele zu nennen. Bei der Entscheidung fuer ein oeffentliches Telekommunikationsnetz und das Uebertragungsmedium stehen wirtschaftliche Fragen im Zentrum.

Hatte in den letzten Jahren die Frage nach der technischen Zuverlaessigkeit der Verbundsysteme Prioritaet, so steht mittlerweile die Frage im Vordergrund, wie sicher die zu uebertragenden Daten sind und wie man sich gegen unberechtigten Zugriff von aussen schuetzen kann. Dies trifft sowohl fuer oeffentliche Telekommunikationsnetze (X.25, DDV, analoges Telefonnetz, ISDN, Datex P 20 D/F/H,...) als auch fuer LANs zu.

Automatischen Rueckruf als Schutzmassnahme nutzen

Dabei sind jeweils verschiedene Schutzmassnahmen denkbar, wobei allerdings das analoge Telefonnetz der Telekom von Haus aus keine Sicherungen besitzt. Hier muss sich der Anwender auf Verschluesselungshardware (Chipkarte oder Dongle) mit entsprechender Software oder eine automatische Rueckrufeinrichtung verlassen.

Besser sieht es dagegen im ISDN-Netz aus: Hier kann man geschlossene Benutzergruppen einrichten. Weiterhin besteht die Moeglichkeit, die Nummer des Anrufers auszuwerten. Diese Loesung hat aber den Nachteil, dass sie beispielsweise bei oeffentlichen Datenbankzugriffen umgangen werden kann. Deshalb ist die automatische Rueckrufeinrichtung meistens die bessere Alternative in Sachen Sicherheit, obwohl bei jeder Anwahl eine Gebuehreneinheit anfaellt.

Mehr Sicherheit bietet das Datex-P-Netz, das als besonderes Leistungsmerkmal die Teilnehmerbetriebsklasse zur Verfuegung stellt. Mit deren Hilfe kann ein Kommunikationspartner einer oder mehreren geschlossenen Benutzergruppen (