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24.09.1999 - 

Informationsverarbeitung noch immer unterbewertet

Eine IT-Strategie bringt langfristige und kurzzeitige Ziele zusammen

MÜNCHEN (qua) - Was ist eine IT-Strategie, und wie läßt sie sich schaffen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Expertenrunde, zu der die Gesellschaft für Projekt-Management (GPM) anläßlich ihres 20jährigen Bestehens geladen hatte.

"Ich habe festgestellt, daß die Unternehmensleitungen in vielen Ländern unwillig sind, die Bedeutung der Informationstechnik für ihr Geschäft anzuerkennen." Mit dieser Bemerkung eröffnete Michael Gallagher, Vice-President Europe, Middle East and Africa des Projekt-Management-Spezialisten ABT Corp., die Diskussionsrunde. Eine IT-Strategie zu formulieren sei ein Mittel, um die wettbewerbsentscheidende Rolle der Informationstechnik zu manifestieren.

Allerdings konnten sich die Diskutanten nicht darauf einigen, worin eine solche Strategie bestehen solle. Immerhin gelang es Heinz Schelle, Informatikprofessor an der Universität der Bundeswehr, Neubiberg, deren Zweck zu definieren: "Es geht darum, den Zusammenhang zwischen den langfristigen Unternehmenszielen und den technischen Zwischenzielen aufzuzeigen."

Karl-Heinz Kippen, Projektleiter Y2K der West LB in Düsseldorf, pflichtete Schelle insofern bei, als die IT der Kraftverstärker sein müsse, mit dessen Hilfe sich die unternehmens- oder bereichseigenen Ziele umsetzen ließen. Deshalb sei es ineffizient für die IT, mit der Geschäftsführung um ihr Budget zu streiten. Diese Aufgabe würde Kippen gern den Geschäftsbereichen überlassen, also den Stellen, "wo wir das Geschäft weiterbringen".

Was das "notwendige Übel" IT tatsächlich zum Geschäftserfolg beiträgt, wird sichtbar, so Gallagher, wenn es sich messen läßt. Dem hielt Kippen entgegen: Was bei den Produktionsbetrieben der Rechenzentren noch relativ einfach sei, gestalte sich bei Entwicklungsprojekten weit schwieriger. Deshalb schlug der West-LB-Manager vor, die Kundenzufriedenheit zum Maßstab des IT-Erfolgs zu machen.