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31.01.1997 - 

Intranets und Legacy-Systeme/Kommentar

Eine Lawine losgetreten

Die dem Intranet zugrundeliegenden Techniken sind zu einem Großteil schon seit Jahren bekannt - um so verwunderlicher ist der Marketing-Lärm, der heute um derlei gemacht wird. Der Grund liegt wohl darin, daß einige Faktoren zusammentrafen und eine relativ unerwartete Lawine auslösten.

Ein Faktor ist der Kleider-machen-Leute-Effekt: Alte, aber unersetzliche und daher wertvolle Anwendungen aus dem Host-Erbe lassen sich weiter verwenden. Und zwar unter einem modernen Outfit. Eine einheitliche und grafisch ansprechende Oberfläche macht die Benutzung einfach und damit die Anwenderschulung billig. Außerdem bieten Netzcomputer mehr als die alten Terminals. Die bisherige DV-Struktur muß nicht zwangsläufig aufgegeben werden. Solch ein Wechsel in die Moderne läßt sich intern bestens verkaufen.

Hinzu kommt der massive Druck der DV-Industrie, die ihre Intranet-Konzepte unbedingt an den Anwender bringen will. Viele Firmen sehen in solchen Techniken den Hebel, endlich die erdrückende Dominanz von Microsoft und Intel abzuschütteln. Die IBM steht im Kampf gegen Wintel in der vordersten Front, ungewöhnlich für ein Unternehmen, das jahrzehntelang in der heute von Microsoft bekannten Manier diktierte, wie IT-Systeme auszusehen haben.

Den Anwendern kann es recht sein. Die extreme Wettbewerbssituation spielt ihnen in die Hände. Alles, was sie brauchen, ist die Kompetenz, zu entscheiden, inwieweit sie sich auf das Abenteuer Intranet einlassen wollen. Um den geeigneten Partner aus der Industrie auszuwählen, müssen sie auf nichts anderes achten als auf die Produkte und die Preise - eine Situation, die für den IT-Chef Alltag geworden ist: Die Zeiten, in denen die Strategie nach den Empfehlungen eines VBs ausgerichtet wurde, sind unwiderruflich vorbei. Dafür haben die Anwender selbst gesorgt.