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Alternative zum ET-Generator?


05.11.1976 - 

Eine Mumie, die in der Wärme lag Handgestricktes reicht noch

Der Brief an Sebastian Trauerwein (CW Nr. 43 vom 22. Oktober 1976 "Eine Mumie, die in der Wärme lag") blieb nicht unwidersprochen: Im manuellen Verfahren (CW Nr. 40 vom 1. Oktober 1976 "Alternative zum ET-Generator?") sieht ein Praktiker eine reale, immer noch aktuelle ET-Technik:

Den Bericht von Herrn Kellerbach habe ich mit großem Interesse gelesen, weil nach meiner Meinung - die auf eigenen Erfahrungen mit dieser Technik beruht - eine tatsächliche Alternative zu ET-Generatoren systematisch und praxisnah dargestellt wurde.

Daß dieser Beitrag nicht die wohlwollende Zustimmung jener Software-Häuser findet, die sich unter anderem mit dem Vertrieb von ET-Generatoren befassen, wundert mich nicht.

Unter dem Motto: "Was sind wir doch in einer lustigen Branche" geht dann auch Herr Dr. R. Thurner in seiner Zuschrift mit "flotter Feder" über wesentliche Aspekte des Vergleichs hinweg.

1. Speicherbedarf der Regel-Vektoren

In einer Zeit, in der Hauptspeicher von Megabyte-Größe keine Seltenheit mehr sind, wirkt es komisch, wenn die Einsparung von 7 Bits (!) pro Vektor ein Qualitätsmerkmal sein soll.

Der Speicherbedarf einer ET liegt ohnehin weit unter dem Bedarf für die Verarbeitung der ET. Dies trifft besonders für Standard-ET-Prozessoren zu.

2. Zeitvergleich der beiden Methoden

Die offensichtlich aus Praxiswerten entstandene Graphik zeigt, daß die Laufzeit bei Einsatz eines ET-Generators nahezu unabhängig von der Anzahl der Regeln ist.

Dieses Ergebnis spricht nicht gegen den Bericht, wie Dr. Thurner meint, sondern beweist, daß sich der Standard-ET-Prozessor bei Tabellen mit bis zu 20 Regeln sich mehr "mit sich selbst" beschäftigt, als mit seiner eigentlichen Aufgabe, der Verarbeitung einer ET.

Ein klares Argument gegen den ET-Generator, denn in praxi liegt der größte Teil der Tabellen in dieser Größenordnung.

3. Was spricht für oder gegen den ET-Generator?

Herr Dr. Thurner gibt selbst zu, jedoch nicht ohne diskreten Hinweis auf neue Produkte seines Hauses, daß die auf dem Software-Markt befindlichen ET-Generatoren verbessert werden können.

Weiterhin sind die Kosten und die zusätzlich anfallenden Generierungszeiten nicht von der Hand zu weisen.

Der ET-Generator stellt dennoch heute schon, dies sei unbestritten, ein gutes Hilfsmittel dar, weniger qualifizierten Programmierern die sichere Erstellung von klar strukturierten Programmen zu ermöglichen.

Außerdem werden Kommunikationsschwierigkeiten vermieden, wenn eine vom Organisator erstellte ET direkt in ein Programm umgewandelt werden kann.

Doch alle diese Vorteile bietet die manuell programmierte ET in gleicher Weise, wenn so systematisch vorgegangen wird, wie es Herr Kellerbach in seinem Bericht beschrieben hat.

Der mündige, qualifizierte Anwender kommt deshalb mit der "handgestrickten" Methode noch einige Zeit ohne den ET-Generator aus.

Gerhard Hahn, Systemberater, Berlin