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14.10.1977 - 

3031 und 3032 - Wachstumsmodelle für 370148-158-Anwender:

Eine neue IBM-Serie nimmt Kontur an

STUTTGART - Ein halbes Jahr nacht dem Rechner 3033 wurden als 3031 und 3032 zwei neue Modelle der "oberen" IBM-Mittelklasse angekündigt, die sich gleichfalls durch ein modernes Kanalkonzept und - analog zur Systemarchitektur der Honeywell- und Univac-Großrechner - durch autonome I/O-Prozessoren auszeichnen. In Verbindung mit einem 32-KB-Cache-Memory bringt das "preisgünstige" Computerpower, die IBM-Benutzern "den Übergang zu Datenbank-Anwendungen mit Datenfernverarbeitungs-Netzen erleichtern soll", wie IBM feststellt.

Insider sehen in den neuen Typen eine "evolutionäre" Erweiterung der Möglichkeiten des Systems 370, sind sich jedoch nicht klar, ob die Drillinge bereits eine neue Anlagen-Generation darstellen, zumal IBM selbst extern eine Abgrenzung zur 370 unterließ.

Das Modell 3031 (Zykluszeit 115 Nanosekunden) hat gegenüber der "alten" 370/148 (Ankündigung im Juli i976!), mit der es preislich vergleichbar ist, eine um den Faktor 2,0 bis 2,5 höhere interne Verarbeitungsgeschwindigkeit. Es entspricht damit

der 158 - da werden sich die Konkurrenten etwas einfallen lassen müssen. Etwa zweieinhalb- bis dreimal schneller als die 370/158-3 ist die 3032 (Zykluszeit 80 Nanosekunden), deren Leistung bereits an die 370/168 herankommt. Den 370/158-Ersatz - als solcher kann die 3031 angesehen werden - bietet IBM in Hauptspeicher-Ausbaugrößen von 2, 3, 4, 5 oder 6 Megabytes an. Die Hauptspeicher-Inkremente der 3032 haben 2,4 oder 6 Megabytes - in kleineren Schritten IBM nicht, was sicher viele Anwender nachteilig empfinden werden.

Zur Datenübertragung von und zu Peripheriegeräten, Datenstationen oder anderen Systemen dienen eingebaute Kanalgruppen mit jeweils 6 Kanälen - einem Bytemultiplexkanal und 5 Blockmultiplexkanälen. Letztere haben eine Geschwindigkeit von maximal 1,5 Megabytes pro Sekunde. Die Geschwindigkeit der Blockmultiplexkanäle liegt im Bereich von 40 bis 75 Kilobytes pro Sekunde.

Betriebssystem für die neuen Rechner ist MVS. Aber auch SVS, OS/VS 1, VM/370 und DOS/VS können benutzt werden. - Auch das spricht dafür, daß IBM mit den neuen Maschinen keinen "spektakulären" Hardwarewechsel vorgenommen hat - die Software-Investitionen der Kunden sollen geschützt werden.

Wurden in den USA bereits Preise veröffentlicht (siehe Tabelle), so hält sich die deutsche IBM-Zentrale noch zurück. Wie CW jedoch aus zuverlässiger Quelle erfuhr, wird eine 2-MB-Maschine des Typs 3031 einschließlich Wartung im TLP (Term-Lease-Plan) über vier Jahre monatlich 64 000 Mark kosten. Erforderliche Features sind Konsole (3036) und Stromversorgung (3017), die zusätzlich 10 000 und 1400 Mark monatlich kosten sollen. Den Rechner 3032 mit 2 MB bietet IBM im Langfristvertrag für 110 000 Mark monatlich an. Für den Ausbau auf 4 MB werden 14 000 Mark monatlich berechnet.

Interessant für den technisch Interessierten: Die 3031 wird mit Wasser gekühlt, die 3032 mit Luft. Die neuen Rechner wurden in den IBM-Laboratorien in Poughkeepsie/USA entwickelt und werden in Montpellier (Frankreich) produziert. Erste Auslieferungen in der Bundesrepublik sind für das zweite Quartal 1978 geplant.