Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.04.1977

"Eine Nummer kleiner, wenn's geht"

Prophet zu spielen, was zukünftige Entwicklungen bei der Hardware angeht, ist heutzutage eine undankbare Aufgabe: Man kann entweder völlig daneben hauen oder aber hundertprozentig richtig liegen - und wer will schon ein Langweiler sein? Denn hier soll weder die Rede sein von "Jahr-2000-Projekten" in den Hersteller-Labors, noch von Versuchsergebnissen, die irgendwo in irgendwelchen Schreibtisch-Schubladen schmoren. Tieftemperatur-Speicher Bubbles und Laser; Geschwindigkeitssteigerungen um Zehnerpotenzen; Super-Integration, daß einem schwindelig wird: Wen juckt's schon?

Blick voraus durch die Anwenderbrille: Mit welchen Produkten auf dem Universalrechner-Gebiet, im Mini-/Mikro-Bereich, auf dem Terminal-Sektor in den nächsten Jahren gerechnet werden darf, das bestimmen immer noch die Marketing-Strategen. Was dabei herauskommt, ist dann meist eine Nummer kleiner als das technisch Machbare.

Interessant in diesem Zusammenhang, daß IBM bereits 1969 den 2KBit-FET-Chip entwickelt hat, der heute in nahezu allen IBM-Systemen verwendet wird. Denn auch schon seit 1970 arbeiten IBM-Techniker an einem neuen, hochintegrierten Speicher-Baustein auf Silizium-Basis - mit gebremstem Schaum offensichtlich. Noch will nämlich niemand sagen, wann er in Produktion gehen wird. Merke: Familien-Strategien bestimmen das Innovationstempo - insofern können Anwender und IBM-Nachbauer beruhigt sein, daß die Entwicklung auf dem Mainframe-Sektor evolutionär verlaufen wird, in kleinen Schritten. So daß erst einmal Zeit bleibt, das herstellerseits verordnete Konzept des "Distributed Processing" nachvollziehen zu können. Auf diesem Gebiet dürfte sich in den nächsten Jahren der Kampf um Marktanteile abspielen. Wobei die Minicomputer-Hersteller ein Wörtchen mitsprechen wollen. In puncto "verteilte Intelligenz" ist mit ihnen gewiß nicht zu spaßen. Zumal sie Druck von "unten" bekommen - aus Richtung der Mikro-Produzenten. IBM hat indes längst aus der Not eine Tugend gemacht, ist voll auf die Linie der Dezentralisierung umgeschwenkt; auch wenn sich das in offiziellen Verlautbarungen anders anhört. Keine Frage: Es kommt die "Hoch"-Zeit der Terminals und Datenstationen und Konzentratoren. Der Wettbewerb unter den Herstellern dürfte hart werden. Gelassenheit stünde dem Anwender gut an. de