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Intranet und Extranet


16.12.1998 - 

Eine Rutsche ist noch kein Erlebnisbad

Web-Page und E-Mail-Adressen sind selbstverständlich. Über Intranets kann nach Experimenten mit Telefonliste und Kantinenmenüplan inzwischen auch jeder mitreden: "Die usage rate unserer hot extensions list ist suboptimal." "Ja, das Akzeptanzpotential von Intranets läßt noch manchen Wunsch offen." "Sie sind letztlich auch expensiv." "Und dann sollen wir uns jetzt auf Extranets kaprizieren?"

Es scheint einige Mißverständnisse zu geben. Intranet ist weder die binäre Form von Zetteln, die jeder mit einem Handgriff vor sich hätte, noch die Zweitausfertigung ungenutzter Anwendungen mit Hilfe von Java und Internet-Standards. Die Begeisterung für bestimmte technische Vorteile von Intranets hat mancherorts vergessen lassen, daß es dabei vor allem um ein Konzept zur internen Kommunikation geht. Der Reiz einzelner Teile ist uninteressant, solange sie nicht in ein attraktives Ganzes eingebettet sind. Eine Wasserrutsche ist noch kein Erlebnisbad.

Wer lautes Kindergeschrei nicht mag, für den ist ein Erlebnisbad nichts. Wem miteinander diskutierende, gar sich absprechende und mitredende niedere Chargen zuwider sind, der sollte das Wort Intranet besser gleich aus seinem Gehirn löschen. Andernfalls wird aus der Arbeit nur dekoratives DV-Stückwerk, das Frust bei den Nutzern auslöst und viel gekostet hat.

Noch fataler wirkt eine inkonsequente Herangehensweise bei Extranets. Wer Partnern und Kunden schon die elektronische Tür öffnet, muß ihnen auch etwas zeigen und geben können. Und zwar mehr als Prospekte. Ein Extranet ist keine Hochglanzbroschüre ohne Druckkosten. Die Nutzer müssen einen umfassenden und geldwerten Vorteil bekommen. Sie müssen unmittelbar reagieren können. Wer solche Einmischung nicht will, investiere lieber in Stacheldraht und Beton.