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28.02.2006

Eine Suchmaschine für Netweaver

SAP arbeitet an einer Search Engine, die mit unstrukturierten und strukturierten Daten umgehen kann.

SAP will im kommenden Jahr eine eigene Suchmaschine herausbringen. Damit sollen Anwender in der Lage sein, sowohl im Web als auch unternehmensintern strukturierte und unstrukturierte Daten zu filtern. Zudem können die Nutzer in Unternehmensapplikationen nach einzelnen Business-Objekten suchen. Die Search Engine soll in die Integrationsplattform "Netweaver" eingebaut werden, die Teil von SAPs Business Process Plattform (BPP) ist.

Die Suche nach unstrukturierten Daten beherrscht Netweaver schon heute. "Gegenwärtig wird Suche im Knowledge-Management zum Durchforsten unstrukturierter Daten genutzt. Wir erweitern die Suchfunktionen auf das SAP-Repository, um einen ganzheitlicheren Ansatz zu bekommen", wirbt Lothar Schubert, Director of Netweaver.

Mitarbeiter von Unternehmen verbringen heute rund 30 bis 40 Prozent ihrer Zeit damit, Informationen abzulegen beziehungsweise nach ihnen zu suchen, heißt es von Seiten SAPs. Das Problem dabei seien die zahlreichen unterschiedlichen internen und externen Quellen.

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Um an die gesuchten Informationen zu kommen, müssten Anwender in aller Regel mehrere Abfragen starten. Effizienter wäre es jedoch, wenn mit einer einzigen Abfrage sämtliche Datenbanken, Anwendungen, Transaktionen, Intra-, Extra- und Internet sowie Repositories durchsucht werden könnten.

Rund 85 Prozent aller geschäftsrelevanten Informationen liegen nach einer Untersuchung von Merrill Lynch in unstrukturierter Form vor. Dazu zählen beispielsweise Briefe, E-Mails, Pläne, Grafiken und Formulare. Herkömmliche Suchtechniken kommen mit dieser Art von Information bereits gut zurecht. Komplexer werde es jedoch, wenn im Rahmen eines "Enterprise-Search"-Konzepts auch strukturierte Daten wie Aufträge und Rechnungen in die Suchabfragen einbezogen werden sollen, meinen die SAP-Verantwortlichen. Diese Informationen sind als Business-Objekte anwendungsspezifisch definiert. Suchmaschinen müssten die Geschäftslogik verstehen, um an die Daten zu kommen.

Suche in zwei Welten

Nach Einschätzung von Joshua Greenbaum, Analyst bei Enterprise Applications Consulting, stellen unstrukturierte und strukturierte Daten zwei getrennte Welten dar. Bislang gebe es kaum Technik, um diese auf analytischer Ebene zusammenzubringen.

Unabhängige Suchmaschinenanbieter wie Google und Autonomy bieten Funktionen für unstrukturierte Daten an, so SAP-Manager Schubert. Des Weiteren entwickeln Anbieter von Geschäftsanwendungen Tools, um innerhalb ihrer Applikationen nach bestimmten Informationen zu suchen. Für eine effiziente Enterprise Search soll bald eine dritte Kategorie von Suchmaschinen auf den Markt kommen, die als Search-Framework den Zugriff auf sämtliche Geschäftsdaten und -vorgänge erlauben soll, verspricht der Softwarekonzern.

"SAP besitzt die Metadaten und ist in einer guten Position, um eine starke Suchtechnik zu liefern", gibt sich Schubert überzeugt. Allerdings arbeitet auch die Konkurrenz an Konzepten, um Anwendern den Zugriff auf die Daten zu vereinfachen. Oracle bietet dazu beispielsweise das Modell der "Data Hubs", in denen sich Informationen kunden- und anwendungsspezifisch vorhalten lassen sollen. (tc/ba)